Wie gefährlich sind Nuklearunfälle wirklich?

Nach dem Nuklearunglück von Tschernobyl kehrten nicht wenige der Evakuierten trotz Verbots in die Sperrzone zurück. Doch wie gefährlich war das? In 25 Jahren bekamen die Menschen nicht mehr Strahlung ab als bei einem einzigen CT-Scan, sagt Professorin Gerry Thomas im Video-Interview der United Nations University.

Im Rahmen des Fukushima Global Communication Programme erläutert sie, welche Gefahren wirklich von den nuklearen Unfällen in Japan und der Sowjetunion ausgingen. Was hat Japan richtig gemacht? Wie sollte man mit irrationalen Ängsten umgehen?

Die Krebsforscherin und Leiterin der Chernobyl Tissue Bank stellt eine weitverbreitete »schizophrene Einstellung zu Strahlung« fest und fordert Wissenschaftler und Medien auf, Irrtümer aufzuklären.

Nuklearia hat das Interview aus dem Originalvideo ins Deutsche übersetzt und synchronisiert.

Prof. Geraldine (»Gerry«) Thomas über die Gefahren von Nuklearunfällen

Radioaktive Freisetzungen in Garching – Müssen wir jetzt alle sterben?

Ja, klar, sterben müssen wir – aber nicht daran. Wir werden nicht einmal krank davon. Doch über die Sinnhaftigkeit von Grenzwerten sollten wir reden!

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Tschernobyl: »Panik kann schlimmer sein als Strahlung«

Interview mit Prof. Dr. Geraldine Thomas zu Tschernobyl und den Folgen

Vor 34 Jahren ereignete sich der Reaktorunfall von Tschernobyl. Mittlerweile ist klar, dass er weit weniger Tote gefordert hat als allgemein befürchtet. Die britische Krebsforscherin Geraldine (»Gerry«) A. Thomas spricht im Nuklearia-Interview über Opferzahlen, die Gefahr von Panik und Parallelen zur Corona-Krise.

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Die Nuklearia bei der Nacht der Wissenschaften in Erlangen

Am Samstag, 19. Oktober 2019, findet in Nürnberg, Fürth und Erlangen die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Auch in diesem Jahr ist die Nuklearia wieder mit einem attraktiven Programm dabei. Ihr findet uns in Erlangen und zwar im Palais Stutterheim (Stadtbibliothek, Innenhof), Marktplatz 1.

Wir starten um 14 Uhr mit einem Kinderprogramm, ab 18 Uhr folgen Vorträge zum Naturschutz durch Kernenergie, zur (fehlenden) Verfassungsmäßigkeit des Atomausstiegs, zu Strahlung und Radioaktivität sowie zum Atommüll und Alternativen zur Endlagerung.

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Vorträge zu Strahlung und Atommüll in Celle

Der Einsatz der Kernenergie auch über 2022 hinaus könnte den CO2-Ausstoß in Deutschland deutlich reduzieren, einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten und Versorgungssicherheit bieten. Doch viele Menschen haben Vorbehalte wegen des Atommülls und der Gefahren durch Strahlung.

Nuklearia-Vorsitzender Rainer Klute will zu diesen Fragen informieren und wird bei der Veranstaltung »Kernenergie: eine objektive Betrachtung« am Samstag, 24. August 2019, im Restaurant »Dackels Krohne«, Im Kreise 12, 29221 Celle, sprechen. Veranstalter ist der Hayek-Club Celle.

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Radioaktive Halskette


Diese Halskette besteht aus einem leicht radioaktiven Gesteinspulver mit einem vergleichsweise hohen Radium-Anteil. Obwohl gesundheitlich unbedenklich, löste das Pulver eine behördliche Kettenreaktion aus.

Die Geschichte dazu ist zum Lachen und zum Weinen zugleich. Dr. Walter Rüegg hat sie aufgeschrieben:

Die (Hals)kettenreaktion

Die Halskette wird beim Nuclear Pride Fest am 21. Oktober 2018 in München am Stand der Nuklearia zu sehen sein.

Niedrigstrahlung und Krebs: LNT-Modell und Strahlungshormesis kurz erklärt

Gastbeitrag von Mohan Doss

Was passiert eigentlich, wenn man niedrig dosierter Strahlung ausgesetzt wird, beispielsweise bei einer klinischen Untersuchung? Wie wirkt sich das auf das Risiko aus, an Krebs zu erkranken? Dr. Mohan Doss vom Fox Chase Cancer Center in Philadelphia (USA) stellt die beiden Erklärungsmodelle LNT und Strahlungshormesis kurz vor. Weiterlesen

Japan: Zurück zu sinnvollen Strahlungsstandards

Die derzeit in Japan geltenden Strahlenschutzregelungen sollen revidiert und an wissenschaftliche Erkenntnisse angepaßt werden. Das fordert eine Gesetzesinitiative, die jetzt in das japanische Unterhaus eingebracht wurde, wie The Japan News berichtet.

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LNT-Hypothese: Mediziner gegen gängige Strahlentheorie

Gastbeitrag von Dr. Klaus-Dieter Humpich

Unerwartete Hilfe für Strahlenschützer kommt mit dem in JNM – The Journal of Nuclear Medicine erschienenen Beitrag “Subjecting Radiologic Imaging to the Linear No-Threshold Hypothesis: A Non Sequitur of Non-Trivial Proportion” nun von der Medizin. Neu ist weniger die Kritik der Strahlenmediziner an der LNT-Hypothese, als die Abwägung der Nachteile durch ihre Anwendung.

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Neue Energie – Warum eine echte Energiewende Widerspruch braucht

Von Dr. Anna Veronika Wendland

Die Energiewende offenbart jeden Tag ihre Schwächen, aber Politiker und politiknahe Experten raunen das Mantra von der Alternativlosigkeit. Kritik gilt nach wie vor als Tabubruch. Energie-Dissidenten werden in außerparlamentarische Foren und Anti-Mainstream-Publikationen verdrängt. Wer eine moderne Kerntechnik für eine Lösung und nicht für ein Problem hält, wird für dumm erklärt – oder Schlimmeres. Dieser Beitrag ist eine Polemik, aber auch ein Plädoyer für eine Neuaufstellung der Diskussion und ein Lob der Neinsager. Kritik und Gegen-Expertise sind Grundvoraussetzungen gelingender Entscheidungs- und Planungsprozesse. Keine Entscheidung ist alternativlos, und keine Geschichte ist zu Ende, weil die Regierung es so will. Noch ist es nicht zu spät für eine Generalrevision der Energiewende.

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Atomhörnchen liest “Die Wolke” – offener Brief an Gudrun Pausewang

“Were you forced to read ‘Die Wolke’ in school?” – dies fragte ein britischer Twitter-User und Kernenergiefreund einmal besorgt einen Deutschen.

Das Buch “Die Wolke” von Gudrun Pausewang scheint in Pro-Kernenergie-Kreisen als eine Art Monster angesehen zu werden: “Da gibt es doch dieses schreckliche Buch aus Deutschland…”; “…dieses entsetzliche Buch, das Kinder verstört und fanatisiert!” – solche Aussagen bekommt man zuweilen zu hören. Es entsteht mithin der Eindruck, dass es sich um eine Art “Grünes Necronomicon” handeln müsse.

Ich musste die “Wolke” nicht in der Schule lesen, aber ein Klassenkamerad von mir stellte das Buch in der achten Klasse im Deutschunterricht vor. Der Lehrer bemerkte, dass das Thema – ein Reaktorunfall in Deutschland mit katastrophalen Auswirkungen – ihm Angst einflöße.

Was mochte das nur für ein seltsames Buch sein, das die Emotionen der Menschen derart in Wallung versetzte?! Ich beschloss, den Dingen auf den Grund zu gehen: Ich entlieh “Die Wolke” aus der Bibliothek, las es… und schrieb eine Rezension – oder vielmehr einen offenen Brief – oder endlich eine Rezension in Briefform!

 

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Tschernobyl-Panikalarm

Von Dr. Florian Aigner

Im April ist es dreißig Jahre her, dass einer der vier Reaktoren im Kernkraftwerk Tschernobyl explodierte und große Menge radioaktiver Substanzen freisetzte. Passend zu diesem Termin erschien im März eine Studie, die schreckliche Folgen der Reaktorkatastrophe skizziert. Was ist davon zu halten? Florian Aigner erläutert dies im folgenden Gastbeitrag, der zuerst auf Naklar.at erschien. Wir danken dem Autor und ScienceBlogs für die freundliche Genehmigung, den Beitrag hier wiederzugeben.

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Experte: Fundamentaler Fehler in Strahlungsstudie

Selbst niedrig dosierte Strahlung, die über einen längeren Zeitraum einwirke, führe zu einem erhöhten Leukämierisiko, behauptet eine kürzlich erschienene Studie. Dem widerspricht der Niedrigstrahlungsexperte Mohan Doss: Die Studie enthalte einen fundamentalen Fehler, die Schlußfolgerungen seien daher ungültig. Weiterlesen

Hochradioaktive Abfälle – will man wirklich ein Endlager?

Gastbeitrag von Dr. Hermann Hinsch

Hochradioaktive Abfälle – will man wirklich ein Endlager? Doch, sagen die Politiker, und in 160 (in Worten: einhundertundsechzig) Jahren werden alle heute vorhandenen Abfälle unter der Erde sein. Aber ist ein solcher Zeitplan nicht gleichbedeutend mit der Aussage: Wir wollen kein Endlager! Nun gibt es auch die Ansicht, es könnte etwas schneller gehen, 160 Jahre wären zu pessimistisch. Aber das würde nichts daran ändern, dass heute Geborene das Ende nicht mehr erleben. Weiterlesen

Atommüll: Bürgergutachten fordert Offenheit gegenüber alternativen Entsorgungsoptionen

In einem Artikel mit dem Titel Bürgerforum »Wohin mit dem Atommüll?« berichtet Bloggerin Sylvia Bader-Giese über das gleichnamige Projekt. Per Zufallsprinzip wurden Bürger ausgewählt, um an drei Terminen im Februar und März in Lutherstadt Wittenberg unter professioneller Moderation ein Bürgergutachten zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle zu erstellen. Das Ergebnis ist kein umfangreicher Wälzer, sondern ein gut lesbarer 24-Seiter. Das Projekt stellt auch nicht irgendeine Leutebespaßung dar, sondern ist hochoffizieller Teil der hochoffiziellen Bürgerbeteiligung bei der hochoffiziellen Endlagersuche. Weiterlesen