Stuttgarter Erklärung: Jetzt mitmachen und Atomlaufzeiten verlängern!

Zur Sicherung seiner Energieversorgung und für den Klimaschutz braucht Deutschland seine Kernkraftwerke auch über das Frühjahr 2023 hinaus. Davon ist der Verein Nuklearia überzeugt. Er fordert Bürgerinnen und Bürger dazu auf, eine entsprechende Bundestagspetition zu unterschreiben. Dies kann online unter https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2022/_07/_26/Petition_136760.html geschehen (Petition 136760 »Stuttgarter Erklärung«). Bis zum 14. Oktober müssen 50.000 Unterschriften zusammenkommen, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages damit befasst. Bislang sind knapp 27.000 erreicht.

Kernkraftwerke: Drei Monate zusätzlich reichen nicht aus

Die Bundesregierung plant aktuell, zwei der drei aktiven Kernkraftwerke bis zum Frühjahr 2023 weiterzubetreiben. Dazu sollen die vorhandenen Brennelemente im sogenannten Streckbetrieb genutzt werden. Das reicht nicht, sagen 20 Professorinnen und Professoren deutscher Universitäten. In der »Stuttgarter Erklärung« fordern sie eine technologieoffene Energiewende mit der Kernenergie als dritter Klimaschutzsäule neben Sonne und Wind. Die einseitiger Ausrichtung auf Sonne, Wind und Erdgas hingegen habe Deutschland in die Energienot manövriert.

Initiator Prof. Dr. André Thess, Nuklearia-Mitglied und Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart: »Die Stuttgarter Erklärung wurde nicht von Hobbyforschern oder Pensionären initiiert, sondern von 20 im aktiven Universitätsdienst stehenden Professoren. Mehr als die Hälfte davon ist auf dem Gebiet der Energieforschung tätig. Die Unterzeichner fordern zunächst den Weiterbetrieb der drei laufenden deutschen Kernkraftwerke. Die Petition ist jedoch auch ein Aufruf zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte um einen geordneten Wiedereinstieg in die CO₂-arme Kernenergie – in Übereinstimmung mit den Aussagen des Weltklimarats (IPCC) und der EU-Taxonomie.«

Angesichts der Dringlichkeit der Lage reichte Thess die »Stuttgarter Erklärung« als Petition beim deutschen Bundestag ein. Seit dem 16. September kann sie jedermann mitzeichnen. Damit sich der Petitionsausschuss damit befasst, müssen allerdings bis zum 14. Oktober 50.000 Mitzeichnungen zusammenkommen. Rund 23.000 Unterschriften fehlen derzeit noch.

Jetzt Petition unterzeichnen!

Der Verein Nuklearia e. V. unterstützt die Petition in den sozialen Medien, mit Infoständen, Unterschriftenlisten und Flugblättern. Vorstandsmitglied Britta Augustin: »Die Forderung der Petition umzusetzen wäre ein Befreiungsschlag für die Versorgungssicherheit mit Energie, für günstige Produktionsbedingungen der Industrie und für den Klimaschutz gleichermaßen. Es wäre ein Beitrag zu Wohlstand und zur Sicherung des sozialen Friedens.«

Die Nuklearia fordert alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Petition https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2022/_07/_26/Petition_136760.html mitzuzeichnen und Freunde und Bekannte darüber zu informieren – am besten sofort, denn die Zeit ist knapp. Durch das Mitmachen bei der Petition kann jeder seinen persönlichen Beitrag zum Ende des Atomausstiegs, zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit leisten.


Über die Nuklearia

Nuklearia

Der Nuklearia e. V. ist ein gemeinnütziger, industrie- und parteiunabhängiger Verein zur Förderung der Kernenergie. Wir sehen in der Kernenergie eine wesentliche Säule der Energieversorgung und des Umweltschutzes. Fortschrittliche Reaktoren arbeiten sicher, sauber und nachhaltig. Atommüll lässt sich in Schnellen Reaktoren als Brennstoff nutzen.

Anders als erneuerbare Energien steht Kernenergie jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung und verbraucht keine großen Landflächen. Im Unterschied zu Kohle oder Gas ist Kernenergie CO₂-arm und vermeidet Luftverschmutzung. Dadurch trägt Kernenergie erheblich zum Umwelt- und Klimaschutz bei.

Kenntnisse über Kernenergie sind in Deutschland rar geworden. Das wollen wir ändern.

14 Gedanken zu „Stuttgarter Erklärung: Jetzt mitmachen und Atomlaufzeiten verlängern!

  1. Man kann Herrn Habeck nicht mit seinen Lügen durchkommen lassen, es geht auch um das Geld der Bürger . Die Berechnungen der Kommission weichen ziemlich an von dem was Herr Habeck so in der Tagesschau oder Pressekonferenz meint uns aufs Auge drücken zu müssen.

  2. Ich halte es für erforderlich, dass die Atomkraftwerke weiterlaufen und ausgebaut werden.
    Weiterhin ist es erforderlich, dass die Regierung ausgetauscht wird. Für Spaßmacher ist die Zeit abgelaufen.
    Wenn es so weitergeht, bekommt das Ganze eine Eigendynamik, die dazu führt, dass wir nicht mehr ausatmen dürfen.

    Alles Gute und viel Erfolg.

    • Regierung abschalten, Nordstream 1und 2 in Betrieb nehmen, AKW weiter in Betrieb halten, Kernenergie weiterentwickeln nach Bedarf

  3. Energiewende zu Erneuerbaren, alles schön und recht. Aber billiges russisches Gas ist die Energiewende unmöglich.
    Wir benötigen leider die AKW noch einige Jahre. Also, die drei sich in Betrieb befindlichen weiterlaufen lassen, die drei am 31.12.21 stillgelegten AKW wieder in Betrieb nehmen.

  4. Eine Energiewende muss tragfähig sein, das ist sie aber bisher nicht.
    Derzeit ist Atomenergie das einzige, was sinnvoll ist, da grundlastfähig, ohne CO2-Ausstoß und unabhängig von der Versorgung ausländischer Lieferanten.

    Bitte Vernunft vor Ideologie.

  5. Der links/grüne Kampf gegen die Atomenergie ist, wie so viel anders auch, seit Beginn ein rein politischer Kampf gegen den “bösen Kapitalismus”. In den letzten 20 Jahren hat sich weltweit die Kerntechnik, außer in Deutschland, weiterentwickelt. Viele Staaten denken inzwischen anders und intelligenter weiter. Das grüne “Windradl – Matra” ist, rein technisch und wirtschaftlich gesehen, “Harakiri mit Anlauf”.

  6. Hallo zusammen,
    wenn es so weitergeht wie bisher, wird die Stuttgarter Erklärung von Prof. Thess krachend scheitern und das Quorum NICHT erreichen.
    Schon bezeichnend, dass es offenbar keine 50000 Bürger mit Verstand UND Verantwortungsgefühl in Deutschland mehr gibt; es ist hoffnungslos!

  7. Der Vollständigkeit halber, und weil es sich nicht gut macht, wenn bei einem solch wichtigen Thema irgendwo Halbwahrheiten benutzt werden: Ich bestreite NICHT, dass eine hohe Anzahl von Unterstützern vermutlich einen so oder so einen Unterschied macht. Und dass 50.000 eine öffentlichen Anhörungssitzung garantieren.
    BEFASSEN wird sich der Petitionsausschuss des Bundestages aber damit so oder so.

    Zitat aus der FAQ des Petitionsausschuss:

    >>Wirkt sich die Anzahl der Unterstützungen auf die Bearbeitung einer Petition aus?

    Die Anzahl der Unterstützungen wirkt sich grundsätzlich nicht auf die parlamentarische Prüfung einer Petition aus. Das Grundgesetz garantiert in Artikel 17 jedermann das Petitionsrecht und der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages bearbeitet jede eingegangene Petition gleich – unabhängig davon, ob es sich um eine Einzelpetition oder eine öffentliche Petition mit tausenden von Unterstützern handelt.
    Bei Erreichen des Quorums von 50.000 Unterstützungen erhält die Petentin bzw. der Petent jedoch grundsätzlich Gelegenheit ihr bzw. sein Anliegen in einer öffentlichen Anhörungssitzung darzustellen (vgl. Kapitel Öffentliche Petitionen, Mitzeichnung und Quorum).<<

    "Mitgezeichnet" hab ich selbt wohlgemerkt natürlich auch!

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