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Isar 2: Rückbau stoppen!
Isar 2: Rückbau stoppen!
Veröffentlicht am 2024-05-13
Von Nuklearia
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Nuklearier treffen sich am 25. Mai von 11–15 Uhr in der Landshuter Altstadt und fordern den Rückbaustopp des Kernkraftwerks Isar 2 und aller anderen deutschen Kernkraftwerke. Denn Deutschland könnte CO₂-Emissionen und Strompreise dramatisch senken, wenn es seine Kernkraftwerke reaktivierte. Das ist möglich, und zwar umso schneller, je weniger wir sie jetzt zerstören.

Vor 20 Jahren deckte Deutschland fast ein Drittel seines Strombedarfs mit zuverlässigem, sauberem Atomstrom. Dann kam der Atomausstieg: Deutschland legte 17 Kernkraftwerke still, die zu den zuverlässigsten und sichersten Anlagen der Welt zählten, lange vor dem Ende ihrer technischen Laufzeit. Um den Ausfall zu kompensieren, flossen bisher mehrere hundert Milliarden Euro in die Energiewende.

Emissionen und Kosten sind viel zu hoch

Die ernüchternde Bilanz nach zwei Jahrzehnten Energiewende: Deutschlands CO₂-Emissionen sind erschreckend hoch. In Europa produzierten im vergangenen Jahr nur Polen und Tschechien noch schmutzigeren Strom als Deutschland. Doch nicht nur die CO₂-Emissionen sind hoch, die Strompreise sind es auch. Insbesondere energieintensive Betriebe kämpfen mit hohen Kosten. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zahlten deutsche Stahlhersteller fast doppelt so viel für ihren Strom wie ihre chinesischen Konkurrenten. Autobauer zahlten rund dreimal mehr als ihre Konkurrenten in den USA. Noch mehr wetterabhängige Energiequellen plus neue Gaskraftwerke, wie von Habecks Wirtschaftsministerium propagiert, werden den Strompreis unweigerlich weiter in die Höhe treiben, während die Emissionen bestenfalls marginal sinken. Deshalb fordert die Nuklearia:

Kernkraft zurückholen!

Fünf bis acht unserer Kernkraftwerke sind bisher wenig oder gar nicht rückgebaut. Das heißt: Sie könnten mit vertretbarem Aufwand innerhalb weniger Jahren reaktiviert werden. Voraussetzung dafür ist der politische Wille, das Atomgesetz zu ändern. Schon nach der nächsten Bundestagswahl in 2025 könnte es soweit sein. Die Wiederinbetriebnahme gibt es nicht sofort und nicht zum Nulltarif, aber diese Lösung ist billiger, schneller und sauberer als neue Gaskraftwerke. Deshalb fordert die Nuklearia: Stoppt den Rückbau! Dies spricht dafür:

➡️ Unsere Kernkraftwerke sind wertvoll: Energieerzeugungsanlagen sind das Herz jeder entwickelten Gesellschaft. Sie haben einen hohen volkswirtschaftlichen Wert. Die Zerstörung dieser Werte ist unethisch und eine große Verschwendung. Sie schafft Fakten, die nur schwer und langfristig revidierbar sind.

➡️ Eine stabile Mehrheit der Deutschen will Kernkraft: Umfragen verschiedener Institute und Auftraggeber kommen alle zu ähnlichen Ergebnissen: Gut zwei Drittel der Deutschen halten den Atomausstieg für einen Fehler oder möchten die Kernkraft weiterhin nutzen.

➡️ Eine politische Mehrheit für Kernkraft ist nur eine Frage der Zeit: Nach zwei Jahrzehnten ideologisch geprägter Ausstiegspolitik, an der sich (fast) alle Parteien beteiligten, kann es eine Weile dauern, bis die Politik sich wieder am Mehrheitswillen orientiert. Doch den Willen einer Mehrheit zu ignorieren, kann sich keine Partei auf Dauer leisten.

Wir appellieren daher an alle Betreiber von Kernkraftwerken, die Atomaufsichtsbehörden der Länder und die Bundesregierung: Verständigen Sie sich auf ein Aussetzen des Rückbaus und sehen Sie von der weiteren Zerstörung unserer kostbaren Kernkraftwerke ab. Die Wähler von morgen werden es Ihnen danken – vielleicht schon 2025.

Treffpunkt für die Aktion ist die Adresse »Altstadt 300« in Landhut (vor der Sparkasse), 11–15 Uhr.

Foto: E.ON Kernkraft GmbH, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3772291

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Aktion
Nuklearia