Nuclear Pride: Europas Kernkraftfreunde mit neuem Selbstbewusstsein

Neues Kernenergie-Bündnis lädt zum Nuclear Pride Fest nach München ein

Am letzten Wochenende war ich als Nuklearia-Vorsitzender auf einer Tagung europäischer Kernkraftfreunde in Amsterdam. Zwei spannende und motivierende Tage, an denen wir mit der Nuclear Pride Coalition ein neues, europaweites Bündnis gegründet haben.

Eingeladen hatten Michael Shellenberger, Präsident der US-Umweltgruppe Environmental Progress, und Amardeo Sarma, Vorsitzender der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP). 15 bis 20 Teilnehmer hatten die beiden erwartet, 50 kamen. Der Raum war knackevoll.

[English version, created by Google Translate]

Shellenberger führte die Gruppe mit fester Hand durch einen offenen Prozess, an dessen Abschluss folgende Ergebnisse standen:

  • Wir gründeten die Nuclear Pride Coalition (auf Deutsch etwa Bündnis für nukleares Selbstbewusstsein).
  • Wir laden für Sonntag, 21. Oktober 2018, zum Nuclear Pride Fest nach München ein. Es wird von 10 bis 16 Uhr auf dem Marienplatz stattfinden.

Das Nuclear Fest soll Raum schaffen für Begegnungen zwischen den Menschen. Es soll ein Fest für die ganze Familie werden, mit Musik, Essen, Informationen, Blumen, Luftballons und weiteren Aktionen.

Warum machen wir das? Weil wir zeigen wollen, was uns motiviert! Wir setzen uns ein für den Schutz der Umwelt (was für die meisten von uns auch Klimaschutz bedeutet), für eine lebenswerte Zukunft in Wohlstand, für bezahlbare und zuverlässige Energie für alle. Wir sind überzeugt, dass wir diese Ziele am besten mit Kernenergie erreichen.

Was will die Nuclear Pride Coalition?

Die meisten Menschen kennen die vielen positiven Eigenschaften der Kernenergie überhaupt nicht mehr. Darum wollen wir darüber informieren.

Auf der politischen Ebene wünschen wir uns, dass Kernenergie europaweit als emissionsarme Energie wahrgenommen wird. Über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg ist Kernenergie nämlich genauso CO2-arm wie Windkraft und emittiert nur ein Viertel so viel CO2 wie Photovoltaik.

Die EU hat sich die Rettung des Klimas auf die Fahnen geschrieben. Zu diesem Zweck hat sie einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energiequellen am Gesamtenergieverbrauch (also nicht nur Strom) festgelegt, nämlich 20 % in 2020 und 27 % in 2030. Allerdings geht das am Ziel vorbei. Denn erneuerbar ist nicht dasselbe wie CO2-arm – und umgekehrt. Entscheidend für die CO2-Emissionen einer Energiequelle ist trivialerweise die Frage, wie viel CO2 sie emittiert, und nicht die Frage, ob sie erneuerbar ist oder nicht. Biomasse beispielsweise ist zwar erneuerbar, emittiert aber viel CO2. Kernenergie hingegen emittiert im Betrieb überhaupt kein CO2 und im gesamten Lebenszyklus nur sehr wenig. Sie gilt aber nicht als erneuerbar. Hier muss die EU dringend korrigieren! Sonst wird weiterhin die Verbrennung von Holz gefördert und das Potenzial der Kernenergie nicht genutzt.

Kernenergie muss genauso behandelt werden wie alle anderen emissionsarmen Energien. Bestehende Kernkraftwerke müssen erhalten bleiben und neue gebaut werden. Ausstiegsbeschlüsse sind zurückzunehmen.

Ein zu hoher Anteil tageszeit- und wetterabhängiger Energien in Europa bedroht die Versorgungssicherheit. Denn wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, wird Strom in ganz Europa knapp. Die Länder können sich dann nicht mehr gegenseitig aushelfen. Darauf verlassen sich aber heute viele – auch Deutschland. Wir brauchen Stromerzeuger, die zum einen Schadstoff- und CO2-Emissionen massiv reduzieren und die zum anderen bedarfsgerecht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Warum Nuclear Pride?

Die Nuclear Pride Coalition steht für ein neues Selbstbewusstsein der Kernkraftanhänger. Warum ist das nötig? Eine auf dem Amsterdam-Treffen durchgeführte Bestandsaufnahme der verschiedenen Länder ergab neben Unterschieden in der jeweiligen Situation der Kernenergie verblüffend viele länderübergreifende Gemeinsamkeiten der »typischen« Eigenschaften von Atomkraftgegnern und -freunden.

Atomkraftgegner haben es häufig nicht so mit Zahlen und Fakten. Das Verfehlen der Klimaziele der meisten Staaten nehmen sie nicht wirklich zur Kenntnis. Oder sie ziehen nicht die naheliegende Konsequenz daraus, die bisher zur CO2-Reduzierung eingesetzten Maßnahmen auf Tauglichkeit zu prüfen und auch mal konkret durchzurechnen, was mit Sonne und Wind maximal möglich ist. Entsprechendes gilt für das Thema Radioaktivität. Auch hier ignorieren Atomkraftgegner gern die Fakten. Stattdessen schüren sie unbegründete Ängste. Atomkraftgegner agieren immer emotional, sie sind offensiv und laut.

Kernkraftfreunde hingegen sind anders gestrickt. Meist sind sie eher leise, viele von ihnen sind wissenschaftlich orientiert. Kernkraftbefürworter agieren eher kopfgesteuert als aus dem Bauch heraus. Häufig trauen sie sich nicht, über Kernenergie zu sprechen, und sie kennen auch niemandem in ihrem Bekanntenkreis, der ihre Ansicht teilt. Kernkraftfreunde sind kaum in Gruppen organisiert. Nicht in jedem Land gibt es pronukleare Organisationen, und dort, wo es sie gibt, haben sie eine nur geringe Sichtbarheit.

Einem Tagungsteilnehmer fiel auf: Kernkraftbefürworter sind weitgehend resistent gegen Werbung und Konventionen. Man könne das an den Gruppenmitgliedern festmachen: Formelle oder modische Kleidung seien ihnen offensichtlich egal, jedenfalls weit überwiegend.

Pronukleare und antinukleare Gemeinsamkeiten

Gemeinsamkeiten zwischen Kernkraftgegnern und -befürwortern gibt es aber auch. Beiden Seiten liegt eine gesunde Umwelt und das Wohl künftiger Generationen am Herzen. Damit hört das Gemeinsame aber auch schon auf. Denn bei der Frage nach den Mitteln und Wegen zu diesen Zielen sind die Antworten höchst unterschiedlich.

Atomkraftgegner setzen auf Energiesparen. Teurer Strom ist für sie keine lästige Begleiterscheinung erneuerbarer Energien, sondern eine Notwendigkeit. Teure Energie ist ein Mittel, um möglichst wenig davon zu verbrauchen. Kernenergie kommt für Atomkraftgegner aus Prinzip nicht in Frage. Die Frage nach Strommangel bei Dunkelflauten blenden sie aus oder sie nehmen hohe CO2-Emissionen aus Gaskraftwerken in Kauf.

Kernkraftfreunde sehen in Energieverknappung keine Lösung. Ganz im Gegenteil: Aus ihrer Sicht ist eine reichhaltige und großzügige Versorgung mit Energie für ein Leben in Wohlstand unverzichtbar. Daher muss Energie für jedermann erschwinglich sein, auch für Niedrigverdiener. Und auch für Menschen in ärmeren Ländern, die heute zwar 100 Prozent Strom sparen, aber sehr gern damit anfingen, welchen zu verbrauchen.

Einmal Kernkraftgegner bedeutet nicht zwangsläufig immer Kernkraftgegner. Am Meeting in Amsterdam nahm eine ganze Reihe von Leuten teil, die früher Kernenergie abgelehnt hatten. Ich sprach mit Vide Karlsson, einer jungen Informatikerin aus Schweden. Sie war Mitglied der schwedischen Grünen. Doch als sie sich mit dem von den Grünen verwendeten Material näher beschäftigte, fielen ihr verschiedene Fehler auf. Ihr wurde klar, dass die Behauptungen der Partei wissenschaftlich schlichtweg unhaltbar waren. Vide erstellte eine Website, die diese Widersprüche dokumentiert. Sie setzt sich heute aktiv für Kernenergie ein.

Rechtsparteien und Nuklearindustrie sind wenig hilfreich

Nicht nur die schwedischen Grünen sind gegen Kernenergie, sondern die meisten grünen Parteien in Europa (Ausnahme: Finnland). Rechtsparteien in Europa hingegen sprechen sich häufig für Kernenergie aus. Der Kernenergie nützt das allerdings nicht unbedingt, sondern bringt sie bei politisch Andersdenkenden in Misskredit. Rechtsparteien sind aus Sicht der Tagungsteilnehmer daher eher Teil des Problems als Teil der Lösung.

Und die Nuklearindustrie selbst? Ein offensives Eintreten für Kernenergie in der Öffentlichkeit findet von ihrer Seite praktisch nicht statt – und das bereits seit Jahren und Jahrzehnten.

Höchste Zeit also für die pronukleare Community, mit frischem Selbstbewusstsein aufzutreten! Selbstbewusst und mit Freude, aber nicht arrogant. Ein Identifikationspunkt für pronuklerare Noch-Einzelkämpfer. Das Nuclear Pride Fest in München ist ein erster, wichtiger Schritt dazu.

Nuclear Pride Fest in München

Teilnehmen kann jeder, dem Umweltschutz, Klimaschutz, Versorgungssicherheit oder bezahlbare Energieversorgung am Herzen liegen. Wer meint, dass das alles auch ohne Kernenergie geht, ist ebenfalls eingeladen, dann können wir miteinander ins Gespräch kommen.

Mitmachen darf auch die Nuklearindustrie, wenn sie das will. Wichtig ist uns: Die Regeln darf sie nicht bestimmen. Die Nuclear Pride Coalition ist eine Initiative der Zivilgesellschaft, nicht der Industrie. Sie ist kein verlängerter Arm der Atomkonzerne (was auch immer »Atomkonzerne« sein mögen), auch wenn Atomkraftgegner natürlich versuchen werden, uns in diese Ecke zu drängen.

Mitarbeiter und Manager der Kernenergie-Unternehmen sind als Mitglieder der Zivilgesellschaft wie jeder andere herzlich eingeladen!


Übrigens: Vor dem Treffen in Amsterdam hatte sich eine kleine Gruppe von fünf Protestlern der niederländischen Anti-Kernkraft-Gruppe WISE versammelt und ein “Musuem of outdated technology” aufgebaut. Was dann geschah, zeigt dieses Video:


Was andere Teilnehmer schreiben:


Fotos: Rainer Klute
Video: Generation Atomic


Rainer Klute

Rainer Klute ist Diplom-Informatiker, Nebenfach-Physiker und Vorsitzender des Nuklearia e. V. Seine Berufung zur Kernenergie erfuhr er 2011, als durch Erdbeben und Tsunami in Japan und das nachfolgende Reaktorunglück im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi auch einer seiner Söhne betroffen war.

23 Gedanken zu „Nuclear Pride: Europas Kernkraftfreunde mit neuem Selbstbewusstsein

  1. Stefan Ries sagte am 2018-09-12 um 18:15 :
    „ Außerdem haben die KKW-Betreiber für den Rückbau und die Endlagerung Rückstellungen (circa 36 Milliarden €) gebildet, die sie jedoch an den Staat übertragen haben,“

    Na Ja Herr Ries,
    wo haben Sie den die circa 36 Milliarden € gefunden ?

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle spricht bei den Rückbau-Rückstellungen für die Kernkraftwerke von ca. 24 Milliarden €.

    Quelle:
    http://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Handwerk_Industrie/Rueckbau_Rueckstellungen_Kernkraftwerke/rueckbau_rueckstellungen_kernkraftwerke_node.html

    Nun,
    entweder die Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle haben keine Ahnung von der Größenordnung oder Herr Stefan Ries.

    Herr Stefan Ries,
    wen man in die Tastatur greift sollte man zumindest mal grob die Größenortung kennen, Okay.

    MfG
    Stemmer

    • Herr Stemmer, bitte bleiben Sie freundlich und sachlich! Wenn Sie meinen, Sie könnten hier hämisch über andere Diskussionsteilnehmer herziehen und sie öffentlich vorführen, dann lassen Sie sich bitte gesagt sein, daß eine Größenordnung die Zehnerpotenz einer Zahl bezeichnet. 24 Milliarden und 36 Milliarden liegen demnach durchaus in derselben Größenordnung.

    • Sehr geehrter Herr Stemmer,

      ich schrieb von Rückstellungen für Rückbau UND Endlagerung. Sie haben allerdings in einem recht: Meine Zahl ist nicht ganz korrekt: Es sind in Wirklichkeit 38 Milliarden €. Und bitte versuchen Sie mir jetzt nicht den Unterschied zwischen Rücklagen und Rückstellungen zu erklären.

  2. Die Spaltung unserer Gesellschaften ist schlimm genug – da muß man ihr nicht noch Vorschub leisten, wenn man sich unaufgefordert von “Rechtsparteien” distanziiert. Das wird nicht helfen. Die Linken marschieren getrennt (Rot, Blutrot, Grün) und kämpfen zusammen. Alles was sie tun ist immer irgendwie “kämpfen”. Und wer erst einmal etwas an die Backe geklebt bekommen hat ist sowieso “radioaktiv” 🙂

    Ihre Gegner dividieren sie seit je her auseinander. “Ohhh X. wurde mit dem Y. gesehen, der wiederum mit der Z. verkehrt, die in der AfD ist” – daraus folgt, das wenn jetzt X für K ist, K auch böse sein muß (und wenn K nur für Kaninchenzucht steht) Das beherrschen die prima – und es ist immer das gleiche Muster wovon wir uns immer noch ins Bockshorn jagen lassen.

    Auch wenn es in der aufgeheizten Stimmung schwer fällt: Wir sollten immer bei den nüchternen Fakten bleiben. Die grüne Energiewendewelt hat genügend Widersprüche, an denen wir uns abarbeiten können. Das sollte uns auch als naturwissenschaftlich oder mathematisch Gebildete eigentlich leicht fallen. Wenn es gelingt, sich darauf zu verständigen, heben wir die Diskussion auf eine Ebene, die die Gegenseite nicht so richtig beherrscht.

    • Zwei Ergänzungen bzw. Hinweise hierzu:

      (1)
      Folgendes gilt nur für Deutschland, anderswo scheinen ja sogar Umweltaktivisten teilsweise Kernenergiebefürworter zu sein.
      Die so genannte “Energiewende” ist keine reine Angelegenheit der Partei “die Grünen”. Beschlossen haben sie SPD und Grüne. Zeitlich in die Länge gezogen – aber mitnichten abgechafft oder entscheidend modifiziert – haben sie CDU/CSU und FDP. Nach dem Tsunami in Japan und der damit einhergehenden Zerstörung einiger Kernkraftwerksblöcke wurde im Wesentlichen diese Änderung wieder zurückgenommen.
      Und ähnlich wie die SPD sich nicht völlig von ihren Arbeitsmarkt- und Sozialreformen unter Kanzler Schröder distanzieren kann, die Grünen weiter zu ihrer vor 20 Jahren geänderten Beschlusslage bezüglich Bundeswehreinsätzen stehen, sehe ich bei all diesen Parteien keine wesentliche Umkehr in ihrer Einstellung zur Kernenergie. Über die Sachverhalte mag man übrigens denken wie man will, sie sollen hier nur als Beispiele dienen.
      Bezüglich der Linken bin ich zugegebenermaßen nicht auf dem Laufenden, aber mir sind keine Verlautbarungen Pro-Kernkraft bekannt.
      Es ist völlig klar, dass auch dieses Alleinstellungsmerkmal von Parteien dankbar genutzt wird, die relativ neu auf der politischen Bildfläche sind und große Teile ihrer Programmatik im übrigen noch definieren müssen. Und relevant ist in dieser Beziehung in Deutschland im Moment nur eine.
      Es wäre vielleicht insofern eben doch angebracht – auch ungefragt – klarzustellen, dass Kernenergie ideologisch neutral ist und man ausdrücklich an die Vernunft in allen politischen Lagern appeliert. Für völlig aussichtslos halte ich das trotz meiner obigen Ausführungen nicht. Bei mir selbst haben ja auch die objektiven Argumente gewirkt.
      Ansonsten läuft man Gefahr, dass im Umkehrschluss bei vielen Menschen eine psychologische Fehlinterpretation stattfindet, die Kernenergie und eine bestimmte politische Richtung eben DOCH miteinander in Verbindung bringt. Dabei ist völlig unerheblich, ob das wirklich der Fall ist oder nicht.

      (2)
      Es ist leider nicht ausreichend, dass “sie” (im Sinne von dem von Ihnen gebrauchten “wir”) als “naturwissenschaftlich oder mathematisch Gebildete” es schaffen, objektiv den Einsatz von Kernenergie zu begründen, insbesondere im Vergleich zu den vorhandernen Fehlentwicklungen der so genannten “Energiewende”.

      Bei dem Folgenden bin ich mir nicht ganz sicher, aber ihre Formulierung legt nahe, dass Sie hier auf der einen Seite eine aufgeklärte intelligente Elite sehen, die nur falsche Darstellungen, Annahmen und – teilweise daraus resultierend, teilweise rein ideologisch – auch falsche Argumente entkräften muss.

      Und wer ist “die Gegenseite”? Interessierte Fachleute? Die “Gegenseite” wird sich vermutlich mehr noch als Desinteresse herausstellen. Kernenergie ist kein Thema mehr, nur noch die Lagerung des Kernbrennstoffs/”Atommülls”.
      Die Kernenergie muss erstmal wieder ernsthaft überhaupt auf die politische Agenda.
      Da dreht sich übrigens ein bisschen der Kreis und wir sind wieder bei “den rechten Parteien”. Vielleicht erscheint es einigen naheliegend, dort die alleinige politische Heimat der Kernenergiebefürworter zu suchen, weil – das muss ich zähneknirschend zugeben – diese am Lautesten gegen die “Energiewende” wettern. Ich persönlich halte das für einen sehr fatalen Fehler. Denn sie wettern auch gegen andere Dinge und Menschen. Aber wenn ich Sie richtig verstehe sind wir zumindest was das angeht, einer Meinung, dass Kernenergie politisch neutral bleiben sollte.

      So oder so ist der Weg viel weiter als nur die Widersprüche der Energiewende offenzulegen: Sie müssen die Vorteile der Kernenergie – und wahrscheinlich mehr noch die inzwischen extrem reduzierbaren Nachteile – auch Laien, die Entscheidungsträger sind, und zumindest größeren Teile der Bevölkerung vermitteln.

  3. Die Notwendigkeit, öffentlich für die Kernenergie Stellung zu beziehen steht ausser Frage. Zweierlei in dem Bericht stört mich aber:
    1. Der Name “nuclear pride” assoziiert sofort “gay pride”, von wo der Name wohl entlehnt ist. Während es “gay pride” um den Kampf gegen die Diskriminierung einer gesellschaftlichen Minderheit geht, führt “nuclear pride” keinen Minderheitenkampf, sondern einen Kampf gegen Unwissenschaftlichkeit und ideologisierte Technikfeindschaft. Das ist etwas anderes! Es geht nicht um die Rechte der letzten “Kernkraft-Mohikaner”. Das aber suggeriert “nuclear pride”. Besser und ebenso publikumswirksam wäre das Bekenntnis aus dem Ständchen an die Anti-Kernkraft-Gruppe von WISE: “Falling in Love with U”.
    2. Was soll die Bemerkung zu “Rechtsparteien” als “Teil des Problems”? Ob ein Nuklearia-Mitglied “Rechtsparteien” unterstützt oder nicht, ist seine persönliche Entscheidung. In der Satzung von Nuklearia finde ich keinen Passus für oder wider eine politische Richtung. Also geht es um ein breitestmögliches Bündnis der Kernkraftbefürworter – egal welcher politischen Couleur. Dies wurde erst kürzlich in unserer Auseinandersetzung mit dem Rundbrief des Vereins “Bürger für Technik” bestätigt. (p.s. Mich hat schon früher in der Friedensbewegung gestört, dass ein Kernwaffengegner auch Gegner der zivilen Kernkraft zu sein hatte. Durch solches Ausgreifen zerstört man Bündnisse!)

    • 1. Ja, das fiel uns auch auf, nachdem wir den Namen Nuclear Pride gefunden hatten, und es ließ uns kurz zögern. Aber völlig unabhängig davon, wie man zu Gay Pride steht: Als Kernkraftbegeisterte treten wir selbstbewußt und mit erhobenem Haupt in der Öffentlichkeit auf. Das Nuclear Pride Fest ist unser gemeinsames “Coming out”. Insofern gibt es durchaus Parallelen, die den Namen Nuclear Pride rechtfertigen.

      2. Stichwort Rechtsparteien: Als Berichterstatter informiere ich den Leser über das, was geschehen ist bzw. gesagt wurde. Das gebietet die journalistische Sorgfaltspflicht. Ob das jedem Leser gefällt, ist dabei unerheblich. Typischerweise sind die politischen Empfindlichkeiten aber erheblich geringer, wenn Bemerkungen zu grünen Parteien fallen.

      • zu 2.: Ja freilich sollen Sie berichten, was gesagt wurde. Wenn im Bericht aber steht: “Rechtsparteien sind aus Sicht der Tagungsteilnehmer daher eher Teil des Problems als Teil der Lösung.”, dann kann ich das nur so verstehen, dass Sie als Nuklearia-Repräsentant(!) diese Meinung dort geteilt haben. (Privat mag jeder im Verein seine politischen Vorlieben pflegen.) Und darüber darf ich mich schon wundern. Bezogen auf Deutschland heißt das doch, die AfD sei Träger der bundesdeutschen Energiepolitik und ihrer Konsequenzen (in Technikpolitik, Wissenschafts- und Bildungspolitik). Das hört sich so absurd an, dass ich mich nur wundern kann.

        • Lieber Herr Weber,

          Sie sollten den Text nicht im mathematischen Sinne verstehen. Die Formulierung »aus Sicht der Tagungsteilnehmer« gibt meinen Gesamteindruck einer kurzen Diskussion mit einer Reihe von Wortbeiträgen zu diesem Thema wieder. Eine Abstimmung gab es nicht. Sonst hätte ich vielleicht eine Formulierung wie »aus Sicht ausnahmslos aller Tagungsteilnehmer« gewählt.

          Übrigens fand die Tagung unter Anwendung der Chatham House Rule statt. Nach dieser Regel dürfen erlangte Informationen zwar nach außen getragen, aber weder Identität noch Zugehörigkeit von Rednern oder anderen Teilnehmern preisgegeben werden. Ob oder wie ich mich an der genannten Diskussion beteiligt habe, unterliegt folglich dem Schutz der Chatham House Rule. Natürlich könnte ich freiwillig auf diesen Schutz verzichten und meine persönlichen politischen Ansichten kundtun. Das gehörte dann aber in einen Kommentar und nicht in einen Bericht.

  4. Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich. In der Öffentlichkeit müsste zwecks Akzeptanzgewinnung unbedingt bekannt gemacht werden, welchen Sicherheitsstandards die Kernenergieanlagen der neuesten Generation genügen inklusive der Abfallproblematik. Weg von ideologisch verbrämter Ablehnung und hin zu rationaler Argumentation!

  5. Die Initiative ist serh zu begrüssen und wäre der Pride Day etwas näher, käme ich auch hin.
    Was mir im Bericht udn Kommentaren fehlt, ist der Hinweis auf die GEFAHREN der friedlichen Kernenergie. Sie ist wohl der Hauptgrund für ihre Ächtung und den Verlust an einfachstem Wissen über Kernphysik in Deutschland.
    Sie hat immerhin mindestens einige Dutzend Tote und lt. Greenpeace bis zu 250.000 langfristig Geschädigte auf dem Gewissen. Und das in ca. 70 Jahren.
    Völlig ausgeblendet ist aber die Gegenrechnung: die World Health Org.(WHO) spricht regemässig von JÄHRLICH 7 (sieben) Millionen Toten durch Luftverschmutzung.
    Diese Zahlen allein müssten eigentlich jeden Kernkraftgegner zur Besinnung zwingen.

  6. Zitat: “Bestehende Kernkraftwerke müssen erhalten bleiben und NEUE GEBAUT WERDEN.” [für mich hier substanziell neues Hervorgehoben]

    Kommentar: Ich sehe Chancen, dass wir irgendwann mal tatsächlich einer Meinung sein werden. Zumindest wenn mit “neu gebaut” (auch) >>”Atommüll”- und Waffenplutonium-Schlucker<< gemeint sind.

    Zitat: "Rechtsparteien in Europa hingegen sprechen sich häufig für Kernenergie aus. Der Kernenergie nützt das allerdings nicht unbedingt, […]".

    Kommentar: Völlig richtig. Ich selbst ertappe mich immer wieder bei gewissen politischen Gruppierungen bei dem Gedanken: Das sind bestenfalls nostalgisch Rückgewandte, im Schlimmsten Fall Rassisten oder Übleres. Aber in Bezug auf die Energieversorgung sind sie die scheinbar die Einzigen mit unvoreingenommenem Sachverstand.
    Habe am Ende ICH mit meiner der Kernenergie gegenüber immer positiveren Einstellung unrecht, der ich so ziemlich alles andere dieser Parteien objektiv widerlegen kann oder zumindest moralisch höchst fragwürdig finde? Übersehe ich etwas?

    "Klimawandel-Thematik": Genauso wie bei der Frage, ob Erdöl nicht in Wirklichkeit durch tektonische Prozesse immer wieder neu erzeugt wird und damit in gewisser Weise zwar knapp, aber "niemals völlig endlich" werden kann ist es im Grunde ganz einfach: Warum nicht einfach im Zweifel ressourceneffizient- bzw. – sparend – z. B. durch die Nutzung von Brutreaktoren und sinnvollen Einsparmöglichkeiten – vorgehen. Das kann auf keinen Fall Schaden! Selbst wenn CO2 nicht zur Erderwärmung beiträgt und das Öl niemals ausgeht.

    Öffentlichkeit allgemein: Ich selbst versuche mein Glück ganz gerne hin und wieder bei "Grünen", die ansonsten gerne über alles Diskutieren und wenig Berührungsängste haben. Beim Thema "Atomkraft" kommt aber nichtmal ein Feedback. Vermutlich ist die Anti-Atom-Bewegung eine derartige Grundfeste – vielleicht die Letzte verbliebene, dass darüber nicht mal nachgedacht werden darf. Ich frage mich nur immer wieder warum aus dieser Ecke niemandem auffällt, dass zwar Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet, aber Atom-WAFFEN modernisiert werden.
    Insofern vielleicht ein Tipp: Man sollte explizit darauf hinweisen, das die meisten aktuell laufenden Kernkraftwerke nur sehr schwer zur Waffenplutoniumproduktion eingesetzt werden können und das bei möglichen künftig zu bauenden Modellen gar nicht mehr gehen wird, im Gegenteil im wahrsten Sinne des Wortes aus Massenvernichtungswaffen friedlich verlässlich nutzbare Energie erzeugt wird.

    Also, mit einer nachlassenden Rest-Skepsis meinerseits: Viel Erfolg bei diesem neuen Vorhaben!

  7. Exzellente Initiative, auch wenn der Weg zu mehr Verständnis und Akzeptanz für die Kernenergie in Deutschland noch weit ist, wie ich immer wieder in meinem Umfeld erfahre. Bei dem “Nuclear-Pride-Fest” in München bin ich dabei, auch wenn ich fürchte, dass wir mit ziemlich viel Widerstand und Widerwillen rechnen müssen.

  8. Was mich stört, dass hier der “Klimaschutz” als Vorteil der Kernkraft herausgestellt wird. Das ist zwar taktisch richtig, aber Klimaschutz ist so unsinnig, wie Kernkraft vorteilhaft. Die Verteufelung der Kernkraft und die Förderung der “Erneuerbaren” zielen auf eine Zerstörung unserer Wirtschaft und die Einführung einer DDR2. Anders kann man diese Politik nicht interpretieren.

    • Wenn der Teilnehmerquerschnitt in Amsterdam repräsentativ war, dann gibt es zumindest international sehr viel mehr Kernkraftbefürworter, denen der Klimaschutz am Herzen liegt, als solche, bei denen das nicht der Fall ist. Nun könnten Letztere versuchen, Ersteren das auszureden, aber was wäre damit gewonnen? Im besten Fall würde das sehr viel Zeit und Kraft binden, im schlimmsten Fall verlören die Freunde der Kernkraft die meisten Mitstreiter. Und die internationale Politik, die auf CO2-Reduzierung aus ist, würde das ohnehin nicht ändern.

      Mit anderen Worten: Selbst wenn die Klimaskeptiker recht hätten, würden sie der Kernenergie damit nur schaden.

      • Rainer Klute hat recht, Als “Klimaskeptiker” rate ich dazu, die eigene Überzeugung dem Andersdenkenden nicht als Gewissheit an den Kopf zu werfen: wenn die Erdewaermung kommt, ist es umso wichtiger, Konsequenz aus der Tatsache zu ziehen, dass sie mit erneuerbarer Energie – wie in 20 Jahren Erfahrung mit dem EEG offenkundig geworden ist – nicht verhindert werden kann. Wie begründet der zum Schutz vor den Folgen einer bedrohlichen Erderwärmung verfassungsrechtlich verpflichtete (Art. 20a GG) Gesetzgeber seine Entscheidung, das Potential der Kernenergie auszuklammern?

        • Herr RA Grosse-Huendfeld, als “furchtbarer Jurist” werden Sie wissen, warum furchtbare deutsche Juristen einfachgesetzliche Vorschriften grundgeetzwidrig ÜBER(!) DAS GRUNDGESETZ gestellt haben. Es sind nachweislich furchtbare deutsche Juristen, die GEGEN das deutsche Grundgesetz agieren. Ich kann Ihnen zahlreiche Beispiele und Beweise vorlegen, wo furchtbare Juristen das Grundgesetz mit einfachgesetzlichen Vorschriften entmachtet haben. Beim NRW-Justizministerium existieren 198 als GEHEIM (!) deklarierte Aktenseiten, wodurch Juristenkriminalität von Rechtsanwalten, Staatsanwälten und Richtern vertuscht worden ist, die den 60%-Schwindel der Solarthermiebranche vertuscht haben.

    • Das Schöne an der Kernenergie ist doch, dass sie so offensichtliche Vorteile im Bereich Ressourcenverbrauch, Versorgungssicherheit, Kosten etc hat, dass es unerheblich ist, ob man an den menschengemachten/natürlichen Klimawandel glaubt oder nicht. In jedem Falle ist sie den EE und der fossilen Stromerzeugung in praktisch jedem Bereich überlegen.

      • Stefan Ries sagte am 2018-09-06 um 12:26 :
        “Das Schöne an der Kernenergie ist doch, dass sie so offensichtliche Vorteile im Bereich Ressourcenverbrauch, Versorgungssicherheit, Kosten etc hat,”

        Hallo Herr Stefan Ries,
        dann mach ich mal eine Schlussrechnung bei einem leistungsstarken AKWs in Deutschland.

        Das Kernkraftwerk Lubmin bei Greifswald, hat so ca. 134.212 GWh ins Netz eingespeist.
        Beim AKW Lubmin muss eine Masse von ca. 1.800.000 Tonnen insgesamt am Standort demontiert werden, also Materialeinsatz für die ca. 134.212 GWh.
        Also ca. 13 Tonnen Materialeinsatz für 1 GWh Strom.

        Welchen Materialeinsatz brauchen wir den wenn wir die eine GWh mit z.B. PV machen ?
        Da reicht eine 55 kWp PV-Anlage und die hat einen Materialeinsatz von nur ca. 5,5 Tonnen.
        Die 55 kWp Anlage kosten ca. 50.000 €, sind dann für 1 kWh ca. 5 Cent/kWh das von der PV kommt.

        Bei der Demontage vom AKW fallen so ca. 6,6 Milliarden Euro an kosten an die der Steuerzahler trägt.
        Nur in die Baumaßnahmen der Einheiten 5 bis 8 sollen umgerechnet ca. 14,3 Mrd. US-Dollar investiert worden sein.
        Gehen wir mal davon aus insgesamt beim AKW Lubmin ca. 20 Milliarden Euro für Bau und Rückbau ausgegeben werden, so sind das ca. 15 Cent/kWh, nur mal ca. das dreifache von PV.

        • Ich empfehlen allen, die in Sachen Dekarbonisierung nach wie vor das Ausschließlichkeitsnarrativ vertreten – sprich: entweder Sonne und Wind oder Kernenergie, aber keinesfalls beides –, die gestern erschienene Studie “The Role of Firm Low-Carbon Electricity Resources in Deep Decarbonization of Power Generation” von Sepulveda et. al. zu lesen!

          Highlights:

          • Firm low-carbon resources consistently lower decarbonized electricity system costs
          • Availability of firm low-carbon resources reduces costs 10%–62% in zero-CO2 cases
          • Without these resources, electricity costs rise rapidly as CO2 limits near zero
          • Batteries and demand flexibility do not substitute for firm low-carbon resources

          Summary:

          We investigate the role of firm low-carbon resources in decarbonizing power generation in combination with variable renewable resources, battery energy storage, demand flexibility, and long-distance transmission. We evaluate nearly 1,000 cases covering varying CO2 limits, technological uncertainties, and geographic differences in demand and renewable resource potential. Availability of firm low-carbon technologies, including nuclear, natural gas with carbon capture and sequestration, and bioenergy, reduces electricity costs by 10%–62% across fully decarbonized cases. Below 50 gCO2/kWh, these resources lower costs in the vast majority of cases. Additionally, as emissions limits decrease, installed capacity of several resources changes non-monotonically. This underscores the need to evaluate near-term policy and investment decisions based on contributions to long-term decarbonization rather than interim goals. Installed capacity for all resources is also strongly affected by uncertain technology parameters. This emphasizes the importance of a broad research portfolio and flexible policy support that expands rather than constrains future options.

          • Sehr geehrter Herr Stemmer,

            Ihre Berechnung ist doch etwas einseitig. Das Beispiel KKW Lublin ist kein typischer Fall, weil es sich um 5 relativ kleine Reaktoren handelt, die zwischen 11 und 16 Jahren liefen, einer der Reaktoren sogar nur einen Monat. Das erklärt die geringe Strommenge. Normal sind zwischen 30 und 60 Jahren Laufzeit. doppelt bis mehr als fünfmal so lange. Das KKW Isar 1 hat zum Beispiel in seinen circa 30 Jahren Laufzeit schon das Dreifache an Strom wie Lublin erzeugt und würde in den nächsten 30 Jahren nochmal das Gleiche erzeugen. Teilen Sie dann mal die 13 Tonnen pro GwH durch 6 und Sie sind bei weniger als der Hälfte der von Ihnen genannten Zahl für Fotovoltaik.

            Die Rückbaukosten sind im Normalfall (d.h. außerhalb Deutschlands) mindestens um den Faktor 2, eher 3 zu hoch. Außerdem haben die KKW-Betreiber für den Rückbau und die Endlagerung Rückstellungen (circa 36 Milliarden €) gebildet, die sie jedoch an den Staat übertragen haben, weil der sie aufgrund der desaströsen Energiewende in finanzielle Schwierigkeiten gebracht hat und fürchtete, dass diese Gelder im Strudel einer drohenden Pleite in den Orkus gehen. Allerdings konnten die KKW-Betreiber nicht alle notwendigen Rückstellungen verdienen, weil der Staat sie gezwungen hat, ihre KKW lange vor dem Ende des sicheren Betriebs still zu legen. Es ist also nur gerecht, wenn der Steuerzahler einen Teil der Rückbaukosten übernimmt, denn der Atomausstieg, also der Ausstieg aus der sicheren, nachhaltigen und preiswerten Produktion von Elektrizität wird von ihm mit großer Mehrheit befürwortet. Die Endlagerung hat der Staat mit grüner Hilfe seit Jahrzehnten hintertrieben und auch da ist es nur gerecht, wenn der Steuerzahler dafür aufkommt.

            Und zu den Kosten von Kernenergie sollte man sich an chinesischen und russischen KKW orientieren. Der Erbauer sind in der Lage, KKW im Zeitplan zu erbauen und zu Kosten, die nichts mit den von Ihnen genannten Zahlen zu tun. Haben. Außerdem ist der von Fotovoltaik produzierte Strom minderwertig, denn er kann nicht immer dann produziert werden, wenn er gebraucht wird, und ist mit den vom EEG garantierten Preisen überbezahlt. Erst wenn ihm alle durch ihn verursachten Kosten für Netzausbau, Netzstabilisierung, Speicherung etc zugewiesen werden, kann man Preise zwischen KKW- und FV-Strom vergleichen. Und der Vergleich geht nicht zu Gunsten der Fotovoltaik aus!

  9. Danke! Hoffungszeichen! F.Hölderlin, der über besondere poetische „Kernkräfte“ verfügte, würde hier , Hoffung machend, anmerken, „dort , wo die Gefahr ist, wächst das Rettende auch“! Die Münchner Action ist eine gute Idee!
    Was in der Diskussion aus meiner Sicht zu kurz kommt, ist die Frage, warum die „wissenden Köpfe“ quer durch die Parteien und in der Wirtschaft sowie die der Wissenschaft, und primär in unserem Lande,-dien letztlich sich als teuren Holzweg erweisenden Irrweg,- mittragen. Wer sind die Profiteure dieses Fehlentscheidungen? Die auf innovative Kernernergie setzenden und forschen Länder, lachen über uns, unter vorgehaltener Hand natürlich. Freilich, die Deutschen, freilich nicht nur die), sind zu einem „lächerlichen Volk“ entartet. Eine besondes schlimme „Entartungsform“, an der nicht wenige Völker zugrunde gingen, insofern wäre die weltgeschichtlich nichts besonderes, doch hinterließ es für einige ,- einen „ Schmerz des Vemissens“ ! Für andere vielleicht ein Grund zur Freude!? Aber das bin ich wohl duch eine Infektion mit dem Keim des „Kulturpessimismus „ verblendet!
    Im Übrigen kann ich die Lektüre des kürzlich verstorbenen Philosophen R.P.Sieferle empfehlen( „Der unterirdische Wald, Ffortschrittafeinde,Epochenwechsel, Rückblick auf die Natur“ etc.) Eine Fundgrübe und Hilfestellung für eine tiefergehende Diskusion, der wir uns stellen müssen!!
    Liebe Grüße! R. Baden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Solve : *
18 ⁄ 9 =