Belgische Rissreaktoren: Wie sicher sind Tihange 2 und Doel 3?

Nuklearia fordert Sachdiskussion statt Panikmache und liefert technische Hintergrundinformationen

Die Diskussion um die belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 habe in Deutschland unsachliche und maßlose Züge angenommen, konstatiert der Pro-Kernkraft-Verein Nuklearia e. V. Er plädiert dafür, zu einer sachbezogenen Einschätzung zurückzukehren. Weiterlesen

Belgische Rissreaktoren: Wie sicher sind Tihange 2 und Doel 3?

Wer fundierte Antworten will, muss sich mit der Technik befassen

Von Dr. Anna Veronika Wendland

Bürgerpetitionen beschwören ein neues Tschernobyl, die Bundesumweltministerin macht Druck auf die belgischen Behörden, Städte im Aachener Raum wollen vor das belgische Verwaltungsgericht ziehen, die deutschen Medien berichten, nicht ohne nationalistische Untertöne, von »maroden Reaktoren«, die Grünen reden gleich von »Schrott«. Aber was ist wirklich los in den Kernkraftwerksblöcken Tihange 2 und Doel 3? Der aufgeschreckte Bürger stellt sich Reaktoren vor, aus denen das Kühlmittel durch »Risse« leckt, denen aber von einer unverantwortlichen Atomaufsicht trotzdem die Anfahrgenehmigung erteilt wurde. Mehrere Störungen im nichtnuklearen Bereich der Anlagen verunsichern die Menschen noch mehr. Doch was ist wirklich dran an den »Rissen« in Tihange und Doel? Wir plädieren für eine Rückkehr zur sachlichen Auseinandersetzung und gegen die Angstmache durch schlampige Begrifflichkeiten. Dafür benötigt man einen kleinen Einblick in die Fakten rund um die umstrittenen Reaktoren. Weiterlesen

Der überschlagende Funke

Gastbeitrag von Oscar Archer: The Lightbulb Moment
Übersetzt aus dem Englischen von Fabian Herrmann (NukeSqrrrl).

Lichtbogen (Wikipedia)

Es gibt da etwas, das ich vielleicht noch nicht hinreichend klar gemacht habe: Ich habe Deutschland Erfolg gewünscht. Wirklich. Trotz der schlechten Begründung des beschleunigten Atomausstiegs und meines wachsenden Verständnisses energiepolitischer Zusammenhänge hielt ich Jahr für Jahr die Hoffnung aufrecht, dass die Emissionen dank neuinstallierter Wind- und Solarkapazität fallen würden.
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Kommunikation als Kernkompetenz

Zur Diskussionskultur in der Kerntechnik. Ein Essay von Dr. Anna Veronika Wendland.

Die deutsche Kernenergie ist nicht an ihrer technischen Unzulänglichkeit gescheitert, sondern unter anderem an der Kommunikationsblockade zwischen Experten und Bevölkerung. Denn gelingende Kommunikation ist ein wichtiger Faktor bei der Erringung von Akzeptanz und Diskurshoheit. Leider ist die Kontroverse um die Kernenergie in der Vergangenheit eher als Krieg statt als sachlich-kritische Diskussion geführt worden. Doch heute stellt sich die Frage, ob sich angesichts wachsender Zweifel am Gelingen der »Energiewende« nicht wieder ein Fenster für eine Neuaufnahme der Diskussion öffnet. Wie könnte diese Diskussion von Kernkraft-Befürwortern in Zukunft geführt werden? Einige Beobachtungen und Vorschläge. Weiterlesen

Braucht das Leben Strahlung?

Gastbeitrag von Dr. Klaus-Dieter Humpich

Dieser Beitrag ist eine von Rainer Klute überarbeitete Fassung des ursprünglich bei nukeKlaus.de erschienenen Artikels.

Die Erkenntnisse über die Wirkung niedriger Strahlungsdosen schreiten immer weiter voran. Die radikalste Fragestellung ist dabei die Frage nach dem Verhalten von Zellen bei Abwesenheit von ionisierender Strahlung. Die Ergebnisse sind verblüffend. Aber der Reihe nach … Weiterlesen

Kernkraft in Chemnitz

Vom 6. – 8. November 2015 trafen sich die Fachgruppe »Nutzen der Kerntechnik« in der Kerntechnischen Gesellschaft e. V. und der Verein Bürger für Technik e. V. zu ihrer gemeinsamen Jahrestagung in Chemnitz. Unter sich bleiben wollten die beiden Gruppen allerdings nicht, sondern sie hatten neben verschiedenen Referenten meist aus den eigenen Reihen auch Hannelore Thomas vom noch recht jungen Verein Fortschritt in Freiheit e. V. und mich als Vorsitzenden des Nuklearia e. V. eingeladen. Weiterlesen

Die Endlagerung: ein von der Politik geschaffenes Scheinproblem

Gastbeitrag von Dr. Lutz Niemann

In jeder Diskussion rund um die Kernenergie kommt irgendwann der Einwand nach der ungelösten Endlagerfrage. Nun handelt es sich bei Deutschlands Ausstieg aus seiner gesicherten Stromversorgung um ein politisches Unterfangen, und in der Politik geht es um Stimmenfang für die nächste Wahl, nur der beste Mundwerker gewinnt. Zum Verständnis der Dinge zur Kernenergie und Endlagerung braucht man Kenntnisse in Physik, Strahlenbiologie, politische Verführungskunst. Das »Problem« der Endlagerung ist kein reales Problem, es ist ein politisches »Problem« und wurde künstlich geschaffen. Der sachlich unkundige Bürger schließt durch das Wort »Problem« auf Gefahren, es entsteht Angst und Verwirrung, die von politischer Seite zu eigenen Zwecken genutzt wird. Weiterlesen

Grafenrheinfeld: Wiedersehen mit dem KKG

Die Historikerin Dr. Anna Veronika Wendland arbeitet im Rahmen eines Forschungsprojekts in verschiedenen Kernkraftwerken, zuletzt im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. Dr. Wendland berichtet darüber auf ihrer Facebook-Seite. Wir veröffentlichen hier einen Auszug. Weiterlesen

Impact Erneuerbarer Energien in die Biosphäre

Gastbeitrag von Rainer A. Stawarz

Welche Auswirkungen auf die Biosphäre haben eigentlich die Erneuerbaren Energien? Das will ich hier genauer untersuchen und zwar in Form folgender Rechenaufgabe:

Aufgabe: Man berechne den Impact der Erneuerbaren Energien in die Biosphäre!

Dem Leser ist wohl sofort klar, dass eine solche Aufgabe nicht unmittelbar und durch eine kompakte Gleichung zu beantworten ist. Ja, und was ist eigentlich der »Impact in die Biosphäre«? Wie können wir so etwas messen?

Quelle: www.fortschrittinfreiheit.de

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