Mein Fukushima: Kehrtwende einer Wissenschaftlerin

Von Dr. Anna Veronika Wendland

Die Osteuropa- und Technikhistorikerin Dr. Anna Veronika Wendland hatte in den 1980ern vor den Toren Tschernobyls in Kiew ihr Studium absolviert. Kernenergie war für sie lange keine Option, ganz im Gegenteil. Nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi begann sie ein Forschungsprojekt, das sie in viele Kernkraftwerke und zu einem intensiven Studium der Anlagen führte. Dies änderte ihre Haltung zur Kernenergie radikal, wie sie in unserer Serie »Mein Fukushima« erzählt.

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Mein Fukushima: Argumente statt Bauchgefühl

Von Martin Knipfer

Martin Knipfer erlebte den Reaktorunfall von Fukushima-Daiichi als 12-Jähriger. Er nahm die Strahlenangst seiner Mutter auf und war erleichtert über den Beschluss zum Atomausstieg. Doch gute Argumente und Debattenerfahrung überzeugten ihn später vom Gegenteil.

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Strahlenangst in Fukushima ist unbegründet

Am 9. März 2021 veröffentlichten die Vereinten Nationen, genauer: ihr wissenschaftliches Gremium UNSCEAR, das sich mit den Folgen radioaktiver Strahlung befasst, ihren Bericht zum Fukushima-Unglück. Die UNSCEAR gab Entwarnung: Gesundheitsschäden in der Bevölkerung durch Radioaktivität sind nicht zu befürchten.

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Mein Fukushima: Wider Willen zum Kernkraftbefürworter

Von Dieter König

Der Reaktorunfall in Fukushima geriet im deutschsprachigen Raum zum medialen Großereignis. Nach den Explosionen im Kernkraftwerk war der Schweizer Dieter König davon überzeugt, dass dieses Teufelszeug weg müsse. Im zweiten Teil unserer Artikelserie »Mein Fukushima« erzählt er davon, wie es bei ihm dann doch eher widerwillig zu einem Sinneswandel kam.

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Mein Fukushima: In Block 4 des Kernkraftwerks

Von Robert Meister

Zehn Jahre ist das Tōhoku-Erdbeben in Japan jetzt her. Am 11. März 2011 kam es im im Nordosten Japans zu einem gewaltigen Erdbeben. Es führte es zu einem Tsunami, einer Flutwelle, die weit ins Landesinnere reichte und Tausende von Menschen in den Tod riss. Betroffen waren auch die Kernkraftwerke Onagawa, Fukushima-Daiichi und Fukushima-Daini. In Fukushima-Daiichi kam es zu schwersten Beschädigungen und radioaktiven Freisetzungen.

In dieser Artikelserie kommen verschiedene Menschen zu Wort. Sie erzählen, wie sie persönlich diese Tage erlebt haben und wie es sie verändert hat. Den Anfang macht Robert Meister. Als Teamleiter war er im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi vor Ort.

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Umweltausschuss cancelt Fukushima-Gedenken

Der Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hat das Gedenken der »Opfer von Fukushima« anlässlich des Fukushima-Jahrestages abgesagt. Zu dieser Veranstaltung war auch die britische Wissenschaftlerin Prof. Gerry Thomas vorgeschlagen worden. Die überraschenden Ergebnisse von Forschungen, an denen sie maßgeblich beteiligt war, stellen den kernkraftkritischen Kurs der Bundesregierung infrage.

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Die Silberne Sumpfpumpe 2020 geht an den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz

Die Nuklearia verleiht den Preis für den dümmsten Beitrag zur Kernenergienutzung, die Silberne Sumpfpumpe, für das Jahr 2020 an den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Preiswürdig war seine Äußerung, das neue europäische Klimaziel einer Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes um 55 Prozent sei begrüßenswert, doch müsse alles getan werden, um dieses Ziel nicht mit Atomkraft zu erreichen.

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FÖS-Studie über hohe gesellschaftliche Kernkraft-Kosten ist Junk Science

Im Auftrag von Greenpeace Energy hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) die Gesamtkosten der deutschen Kernenergie berechnet – und kommt auf den schwindelerregenden Betrag von einer Billion Euro. Dr. Björn Peters, Physiker, Experte für Kraftwerksfinanzierung und Nuklearia-Mitglied, hat zusammen mit Hans-Peter Musahl, Rechtsanwalt und Steuerberater, die Zahlen auf Herz und Nieren geprüft. Ihr Ergebnis ist jetzt als Fachaufsatz in der Zeitschrift atw erschienen. Fazit: Das FÖS-Papier zeigt einmal mehr, dass es manchen Akteuren nur darum geht, die Kernkraft mit den erstaunlichsten Kniffen teuer zu rechnen.

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Atommüll-Endlager: Deutschland sucht den Superstandort – nur nicht in Gorleben

In der Suche nach einem Atommüll-Endlager beginnt jetzt die sogenannte »Fachkonferenz Teilgebiete« mit mehreren Terminen. Der Pro-Atom-Verein Nuklearia kritisiert den Ausschluss des Salzstocks Gorleben aus dem Verfahren und sieht dadurch den Erfolg der Endlagersuche insgesamt in Gefahr. Er fordert daher zur Beteiligung an den öffentlichen Veranstaltungen auf, um diese Entscheidung rückgängig machen und die Endlagersuche zügig zum Abschluss zu bringen.

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Gorleben-Ausschluss gefährdet erfolgreiche Endlagersuche

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat den Salzstock Gorleben von der weiteren Endlagersuche ausgeschlossen. Doch die Begründung für diesen Ausschluss ist fragwürdig und entspricht nicht den Forderungen des Standortauswahlgesetzes (StandAG). Die BGE liefert damit eine Steilvorlage für Protestler in allen weiteren Teilgebieten und gefährdet dadurch den Erfolg des Auswahlverfahrens.

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Online-Stammtisch zum OPEN100-Reaktor

Der OPEN100-Reaktor erregte im letzten Jahr einiges Aufsehen, weil es sich um eines der ersten Kernkraftwerke mit einem Open-Source-Design handelt. Beim Nuklearia-Stammtisch am 2020-12-21 ab 20 Uhr wollen wir uns diesen Reaktor näher anschauen.

(English version below.)

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Natürlich verringert Kernenergie den CO₂-Ausstoß!

Eine kürzlich erschienene Studie von Benjamin K. Sovacool legt den Schluss nahe, dass ein höherer Kernenergie-Anteil nicht zu einer CO₂-Reduktion führe. Das ist Unsinn, weil die Arbeit einen völlig ungeeigneten Parameter für den Vergleich heranzieht.

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Erklärung des Nuklearia-Vorstands zur Unvereinbarkeit der Vereinsziele mit extremistischen Positionen

In letzter Zeit beobachten wir sowohl Versuche der AfD, unseren Verein für ihre politischen Zwecke zu vereinnahmen, als auch Versuche von Gegnern der Kernenergienutzung, unsere Arbeit als AfD-nah darzustellen. Wir wissen, dass viele pro-nuklear eingestellte Menschen in der AfD, welche eine kernenergie-affirmative Programmatik hat, einen potenziellen Verbündeten sehen. Da andererseits aber viele Bürger der AfD kritisch bis ablehnend gegenüberstehen, sieht sich der Vorstand der Nuklearia veranlasst, sich deutlich von extremen Positionen zu distanzieren.

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Kernenergie: Mehr Nutzen als Subventionen

Im September 2020 veröffentlichte das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) eine Studie über die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten der Atomkraft. Demnach sollen sich diese hierzulande seit den 1950er Jahren auf über eine Billion Euro belaufen. Doch die Annahmen der Studie sind unrealistisch, das Ergebnis entsprechend ebenfalls.

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Gegen CO₂-Emissionen: Nuklearia demonstriert in Neckarwestheim für Erhalt der Kernenergie

Seine Serie von Demonstrationen an den sechs deutschen Kernkraftwerken schließt der Verein »Nuklearia« am kommenden Sonntag am Kernkraftwerk Neckarwestheim ab. Ohne Kernenergie könne Deutschland seine Klimaziele nicht erreichen, betont der Verein, denn Kernenergie spare gewaltige Mengen CO₂ ein.

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