Schülerstreik mit Greta Thunberg aus Schweden

Heute demonstrieren wieder tausende Schüler unter dem Motto »Fridays for Future« für mehr Klimaschutz. In Hamburg ist diesmal Greta Thunberg dabei. Es werden also viel Leute kommen, und die Medien werden ausführlich berichten. Greta ist Schwedin. Deshalb ist es interessant, einmal die Entwicklung der CO2-Emissionen in Schweden und Deutschland mit einander zu vergleichen.

Schweden erzeugt knapp die Hälfte seines Stroms aus Wasserkraft. Der Rest wurde früher vor allem mit Öl erzeugt. Damit verbunden waren CO2-Emissionen.

In den 1970er Jahren wurde entschieden, Kernkraftwerke zu bauen. Kernenergie ist praktisch CO2-frei, und damit gelang es den Schweden, die CO2-Emissionen innerhalb von 20 Jahren um 40 Prozent zu senken. Im gleichen Zeitraum wuchs die Wirtschaft um 50 Prozent.

Schweden hat damit gezeigt, was mit Kernenergie möglich ist. Mit erneuerbaren Energien hätte es sehr viel länger gedauert, und es wäre unsicher gewesen, ob es überhaupt geklappt hätte.

Deutschland schafft es nicht einmal in 30 Jahren, seine CO2-Emissionen um die angestrebten 40 Prozent zu senken, obwohl nach 1990 die Wiedervereinigung und die von 2000 bis 2012 drastisch gestiegenen Weltmarktpreise für Kohle, Öl und Gas kräftig geholfen haben, CO2 zu sparen. Der Grund für dieses Scheitern ist der Atomausstieg.



Christoph Barthe

Christoph Barthe hat Physik und Wirtschaftswissenschaften studiert und unter anderem 30 Jahre in einem Unternehmen der Ölindustrie gearbeitet. Seit 10 Jahren setzt er sich für die friedliche Nutzung der Kernenergie ein. Nach dem Nuclear Pride Fest in München hat er sich der Nuklearia angeschlossen.

2 Gedanken zu „Schülerstreik mit Greta Thunberg aus Schweden

  1. Das Problem Atomenergie Nr. 1 Unfall Nr 2 Entsorgung , es gibt eine andere
    einfache Lösung auch ohne CO2 . im Internet Wasserstoffzeitalter m.Aluminium
    Google you tube martin karl schneider anklicken. Dort alle Informationen.
    gruß m.k.schneider

    • Das Problem besteht nicht in Nuklearunfällen und Atommüll-Entsorgung, sondern vielmehr in den in der Bevölkerung und unter Journalisten wie Politikern weithin fehlenden Informationen darüber.

      Kurzfassung:

      1. Kernenergie ist im Vergleich zu allen anderen Energiequellen die mit Abstand sicherste. Alle anderen haben eine höhere Zahl an Toten pro Terawattstunde zu beklagen. Wer auf etwas anders als Kernenergie setzt, nimmt damit eine höhere Zahl an Opfern in Kauf.

      2. Das Entsorgungsproblem ist gelöst; Deutschland weiß es nur noch nicht. Abgebrannte (genauer: angebrauchte) Brennelemente gehören nicht in ein Endlager. Das Material muss als Brennstoff in einen Schnellen Reaktor bzw. in eine subkritische Transmutationsanlage.

      Wasserstoff ist prima, aber er muss ja irgendwo herkommen. Erneuerbare Energien reichen da nicht und könnten die Produktionsanlagen »dank« ihrer schwanken Erzeugung gar nicht auslasten. Kernenergie könnte für eine kontinuierliche Wasserstoffproduktion sorgen.

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