Vorstand

Die folgenden Personen bilden den Vorstand des Nuklearia e.V.

Vorsitzender:

Rainer Klute

Rainer Klute, Diplom-Informatiker, Jahrgang 1961. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Söhne und lebt in Dortmund.

»Ich habe Kernphysik im Studium kennengelernt, doch meine Berufung zur Kernenergie war das Unglück in Fukushima. Mein Sohn lebte in der Nähe. Ich wollte verstehen, was dort geschah, und habe mich in die Materie eingearbeitet. Was ich herausfand, begeistert mich: Kernenergie hat als einzige Energieform das Potential, den rapide wachsenden Energiehunger der Welt zu stillen. Sie bietet stabile Versorgung, saubere Luft und geringe Kosten. Kernenergie stellte sich als sicherer als alle anderen Energieformen heraus, das Atommüllproblem als lösbar, die Thesen der Atomkraftgegner als haltlos. Dem gigantischen deutschen Informationsdefizit in Sachen Kernenergie möchte ich durch meine Arbeit in der Nuklearia etwas entgegensetzen.«

Schwerpunkt: Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: rainer.klute@nuklearia.de, Twitter: @Rainer_Klute, Facebook: Rainer Klute

Stellvertretender Vorsitzender:

Rainer Reelfs

Rainer Reelfs, Diplom-Ingenieur (FH) Umweltverfahrenstechnik, Jahrgang 1972. Er arbeitete 20 Jahre lang in verschiedenen Kernkraftwerken und ist zur Zeit international für die  Nuklearindustrie tätig. Rainer Reelfs lebt in Stadland und Paris.

»Seit über 20 Jahren bin ich beruflich im Bereich Kernenergie tätig – und als Kind der Kernkraft gewohnt, in der Kritik zu stehen. Dieser Kritik kann man nur begegnen, wenn man weiß, dass Kernenergie nicht das Problem, sondern die Lösung des Problems einer weltweiten Energieerzeugung darstellt. Für die Tätigkeit in der Nuklearia bringe ich das Fachwissen mit – u.a. eine sogenannte Schichtleiterlizenzausbildung – und die absolute Überzeugung, für die Vorteile der Kernenergie einzutreten – auch als Admin der Facebookseite Pro Kernkraft. – Die Unfälle in Fukushima haben mich in meiner Einstellung bestärkt und sind als Signal zu sehen.«

Schwerpunkt: Regionalgruppen

E-Mail: rainer.reelfs@nuklearia.de

Beisitzer:

Fabian Herrmann

Fabian Herrmann, Diplom-Physiker und Schriftsteller, Jahrgang 1979. Er ist ledig und lebt in Jena.

»Meine Motivation zur aktiven Mitarbeit in der Nuklearia ist im Kern Optimismus. Ich habe ein positives Bild von der Menschheit und ihrer Zukunft. Ich möchte nicht, dass kommende Jahrhunderte von Energieknappheit, Armut, Ressourcenkonflikten oder sogar Deindustrialisierung geprägt sind. Vielmehr sollten wir die Weiterentwicklung der Zivilisation in Angriff nehmen: Schaffung einer weltweiten Nachknappheitsgesellschaft und Erschließung des Weltraums. Für diese Ziele werden große Mengen sauberer Energie benötigt: Erneuerbare wie Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft, Gezeiten, Geothermie sowie fortgeschrittene Kernreaktoren wie der Integral Fast Reactor, Flüssigsalzreaktoren und in Zukunft auch Kernfusionsreaktoren.«

E-Mail: fabian.herrmann@nuklearia.de, Twitter: @NukeSqrrrl

Beisitzer:

Dr. Heiko Leschhorn

Dr. Heiko Leschhorn, Physiker, Jahrgang 1964. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Haan.

»Ich bin ein ausgesprochen neugieriger Mensch und hinterfrage gern alle möglichen Aussagen. Bei den Auswirkungen der Stromerzeugung mit Kernenergie scheint die Wahrheitsfindung besonders schwierig. Momentan lehnt die überwältigende Mehrheit der Deutschen die Kernenergie ab. Je intensiver ich mich jedoch nach der Katastrophe von Fukushima mit dem Thema beschäftigte, umso stärker wuchs in mir die Überzeugung, dass die Kernenergie in der Zukunft eine viel größere Rolle spielen sollte als heute. Ich würde gern mithelfen, hierbei Aufklärungsarbeit zu leisten – damit die Menschen ihre unberechtigten Ängste verlieren und damit die richtigen Entscheidungen für die Zukunft der Energieversorgung getroffen werden.«

Schwerpunkt: Kasse

E-Mail: heiko.leschhorn@nuklearia.de

Beisitzer:

Fabian Lenker

Fabian Lenker, Technischer Angestellter, Jahrgang 1987. Er ist ledig und lebt in Ingolstadt.

»Die Kerntechnische Gesellschaft, bei der ich ebenfalls Mitglied bin, wird in der Gesellschaft eher als Lobbyorganisation angesehen. Ich hoffe, mit der Nuklearia dazu beitragen zu können, in Deutschland einen Ansprechpartner zu schaffen, der neutral und mit fundiertem Fachwissen den Menschen die Angst nimmt und Interesse weckt an einer faszinierenden Technologie – nicht mit reisserischen, inhaltsleeren Parolen, sondern mit korrekten Antworten auf die Fragen der Menschen. Dass ich selbst ebenfalls etwas dazu beitragen will, lag an den Vorkommnissen in Fukushima, die hierzulande für sämtliche Kernkraftwerke das unerwartete Aus bedeuteten.«

Schwerpunkt: IT

E-Mail: fabian.lenker@nuklearia.de

Beisitzerin:

Dr. Anna Veronika Wendland

Dr. Anna Veronika Wendland, Osteuropa-Historikerin, Jahrgang 1966. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Leipzig.

Ich gehöre zur Generation Hofgarten und Anti-AKW, d.h. zu den Ende der 1960er Geborenen, die prägende politische Erfahrungen mit Nuklearrüstung und Tschernobyl (und den dazugehörigen Großdemos) verbinden. Tschernobyl hat meine Berufswahl als Spezialistin für das östliche Europa beeinflusst, aber auch die Ideenfindung für ein großes technikhistorisches Forschungsprojekt, das mich zu Langzeit-Beobachtungen in mehrere Kernkraftwerke geführt hat.

Da ich viel im Ausland bin, sehe ich, wie sehr sich dort die Haltung zur Kernenergie von der in Deutschland unterscheidet. In vielen Ländern nimmt man Kernenergie weniger als Problem denn als Lösung unserer drängendsten Zukunftsaufgaben wahr – nicht in einem Nullsummenspiel gegen Regenerative, sondern als komplementäre Lösung.

Als Wissenschaftlerin, als Mensch mit sowjetischen Erfahrungen, als Grenzgängerin zwischen Geisteswissenschaften und Technik und als Querdenkerin, die auch im polemischen Fach zu Hause ist und ein Faible für Satire hat, habe ich ein prinzipielles Unbehagen an Meinungskartellen, Diskussionstabus, und vorgeblicher Alternativlosigkeit im Namen einer besseren Welt.

Energie ist Gemeingut, und Denken ist Bürgerpflicht. Energiepolitik muss daher Gegenstand eines Meinungs- und Konzeptstreits sein, der keinen Wettbewerber von vornherein ausschließt. Deshalb engagiere ich mich nicht trotz, sondern wegen des schon zweiten endgültigen deutschen Atomausstiegs bei Nuklearia. Denn nichts bleibt, wie es war.

Schwerpunkte: Wissenstransfer, nukleares Feuilleton, RRA (rabenschwarze russische Atomingenieurswitze)

E-Mail: anna-veronika.wendland@nuklearia.de