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Nuklearia auf der Berliner Klimademo: Kernenergie ist Klimaschutz

Kernenergie ist Klimaschutz, auch wenn manche diese Erkenntnis noch immer aus der Klimadebatte heraushalten wollen. Am 18. April 2026 war Nuklearia mit rund 20 Aktiven bei der Berliner Energiewende-Demonstration dabei. Entgegen den Befürchtungen der Veranstalter gab es viele offene Gespräche und eine bemerkenswert entspannte Stimmung. Der rbb begleitete uns dabei für eine Dokumentation über die Berliner Nuklearia.

Kernkraft auf der Klimademo in Berlin

Unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen“ demonstrierten am 18. April Tausende Menschen in Berlin. Auch Mitglieder von Nuklearia und der Partei der Humanisten waren vor Ort, allerdings nicht auf Einladung der Veranstalter.

Wenige Tage zuvor hatte Fridays for Future Berlin uns mitgeteilt, dass Nuklearia nicht willkommen sei. Kernkraft sei keine erneuerbare Energie und passe deshalb nicht zur Demonstration. Zur Begründung verwies FFF auch auf den Berliner Klimastreik von 2021, bei dem zwei Nuklearia-Mitglieder angegriffen und ihre Schilder zerstört worden waren.

Wir sollten eine räumlich getrennte Gegenkundgebung anmelden. Doch wir waren nicht gekommen, um gegen Klimaschutz oder erneuerbare Energien zu demonstrieren. Im Gegenteil: Wir wollten für eine gemeinsame Perspektive werben: Kernenergie und erneuerbare Energien gehören zusammen. Mit einer stabilen Basis aus Kernkraft können wir fossile Energieträger ersetzen.

Deshalb meldeten wir eine eigene Veranstaltung in unmittelbarer Nähe an. Vor Ort konnten wir erreichen, dass keine Polizeiabsperrung den Austausch zwischen den beiden Kundgebungen verhinderte.

Hier ist unser Video von der Klimademo:

Gespräche statt Gegenprotest

Mit selbst gemachten Schildern, Reggaemusik von Bob Marley aus dem Lautsprecher und unserem rollerskatenden Eisbären Melty war Nuklearia kaum zu übersehen. Das sorgte für eine lockere Stimmung und machte es leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Natürlich gab es Fragen und Einwände zu Sicherheit, Atommüll und Kosten. Die Gespräche blieben jedoch fast durchweg freundlich und sachlich. Viele Teilnehmer hörten aufmerksam zu, fragten nach und bedankten sich für die neuen Informationen und Perspektiven.

Die Bilder und Videos des Tages zeigen ein friedliches Miteinander.

Kernenergie gehört zur Klimadebatte

Kernenergie ist sehr CO₂-arm und benötigt vergleichsweise wenig Fläche und Rohstoffe. Das zeigen auch die Lebenszyklusanalysen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa.

Inzwischen werden die Widersprüche der deutschen Energiepolitik immer sichtbarer. Trotz des massiven Ausbaus von Wind- und Solarenergie bleibt Deutschland auf Kohle, Gas und Stromimporte angewiesen. Gleichzeitig belasten hohe Energiepreise Haushalte und Unternehmen.

Damit stellt sich die Frage neu, wie Klimaschutz, Versorgungssicherheit und bezahlbarer Strom zusammengebracht werden können. Kernenergie bietet genau die saubere und verlässliche Stromerzeugung, die im deutschen Energiesystem fehlt.

Offenheit für diese Argumente gab es unter den Teilnehmern der Klimastreiks schon 2021. Die damaligen Angriffe auf zwei Nuklearia-Mitglieder gingen von einer kleinen Minderheit unter rund 100.000 Demonstrierenden aus. Seitdem hat die Klimabewegung deutlich an Mobilisierungskraft verloren, während sich Teile ihres verbliebenen Kerns weiter abgrenzen. In der Gesellschaft insgesamt verlief die Entwicklung in die andere Richtung: Kernenergie wird heute wesentlich offener diskutiert. Unsere Gespräche auf der Berliner Demonstration haben das erneut gezeigt.

Der rbb begleitete Nuklearia

Der rbb begleitete die Berliner Nuklearia mehrere Tage lang für seine Reihe „Energie ohne (W)Ende“. Der Beitrag zeigt Treffen unserer Berliner Ortsgruppe, unsere Vorbereitungen und die Teilnahme an der Klimademonstration. Auch Nuklearia-Vorständin Jenny Dujeux kommt ausführlich zu Wort.

Zum Beitrag „Nuklearia wirbt für Rückkehr der Atomkraft“ beim rbb

Der Wiedereinstieg ist möglich

Die Kernkraftwerke stehen noch, das Know-how ist vorhanden – das zeigte zuletzt auch der KernD-Verbandstag.

Und der aktuelle Bericht der Radiant Energy Group bestätigt: Die Reaktivierung deutscher Kernkraftwerke ist technisch machbar, wirtschaftlich attraktiv und letztlich eine Frage des politischen Willens.

Fazit

Die Klimademo hat gezeigt, wie sehr sich die Stimmung verändert hat. Ausgrenzung lässt sich noch beschließen. Auf der Straße wollen die Menschen aber miteinander reden. Und dort ist Kernenergie längst wieder Teil der Klimadebatte.

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