Am 21. Mai war die Nuklearia zu Gast beim Verbandstag von Kerntechnik Deutschland (KernD) in Berlin – auf der Mission, die Kernkraft wieder in Deutschland einzuführen und die stillgelegten Kernkraftwerke zu reaktivieren. Einen ganzen Tag lang ging es um die Renaissance der Kernkraft in Europa und die Perspektiven für Deutschlands Industrie. Mit dabei: Niels Harksen, Noah Rettberg und Sascha Bechtel.
Deutschland war letztes Jahr auf dem Podium der größten Ausstellerländer auf der World Nuclear Exhibition (WNE) in Paris. Das erwähnte auch IAEA-Generalsekretär Rafael Grossi, der eine eloquente Eröffnungsrede beisteuerte. Dass die deutsche Kerntechnikbranche so stark vertreten war, zeigt: Das Know-how und das Interesse sind vorhanden – unabhängig davon, was das Atomgesetz gerade erlaubt.


Und genau an dieser Lücke zwischen Gesetz und Möglichkeit setzt ein spannendes Projekt an: Nukleare Stromerzeugung ist in Deutschland durch das Atomgesetz verboten, nukleare Wärmeerzeugung aber nicht. Darauf setzt die deutsche Tochter von Fermi Energia namens „Deutsche Industriekraft“, die auch von Ulrich Gräber mit vorangetrieben wird.
Besonders spannend war das Panel zur öffentlichen Akzeptanz. Einer der Sprecher war Atte Harjanne, Mitglied des finnischen Parlaments für die finnischen Grünen. Sie befürworten die Nutzung der Kernkraft, um den Treibhausgasausstoß und den Flächenverbrauch durch die Energieversorgung zu reduzieren. Ein Vorbild für die deutschen Grünen?


Die Abschlussrede hielt der Geschäftsführer von Westinghouse Deutschland und Sprecher von KernD, Dr. Martin Pache. Bei der Nuklearia, der KernkraftAN-Konferenz und der KTG hielt er bereits Vorträge darüber, wie Westinghouse und weitere Firmen deutsche Kernkraftwerke wieder fit machen könnten.
Der diesjährige Verbandstag war auch der Einstand der neuen KernD-Geschäftsführerin Nicole Koch, die mit einer gelungenen Veranstaltung loslegte. Die Nuklearia gratuliert herzlich und bedankt sich für die Möglichkeit zur Teilnahme!