»Kernkraft statt Krise« – Fotos von internationaler Pro-Atom-Demo in Berlin

Am letzten Samstag versammelte sich ein internationales Pro-Kernkraft-Bündnis vor dem Brandenburger Tor in Berlin, um auf den Nutzen der Kernkraft für Klima und Wirtschaft hinzuweisen. An der Aktion nahmen gut 100 Demonstranten aus Deutschland, Polen, Frankreich, Belgien und Österreich teil. Atte Harjanne, stellvertretender Vorsitzender der finnischen Grünen, übersandte ein offizielles Grußwort. Zusammen forderten die Aktivisten, den deutschen Atomausstieg zu kippen, die letzten Kernkraftwerke zu retten und neue zu bauen.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine Performance, in der das Team »NetZero« gegen das Team »Fossile Stinktiere« zum Tauziehen antrat.

Fotos stehen unter folgendem Link zur freien Verwendung bereit: https://photos.app.goo.gl/gwjmobgSYDRpq7kd8.

Atte Harjanne, stellvertretender Vorsitzender der finnischen Grünen, ließ ein Grußwort verlesen, in dem er davor warnte, ausschließlich auf erneuerbare Energien zu setzen, da dies zu einer dauerhaften Abhängigkeit von fossilem Gas und zu einem nicht nachhaltigen Niveau der Bioenergienutzung führen könne.

Die Technikhistorikerin und Bloggerin Anna Veronika Wendland forderte in ihrer Rede die Bundesregierung auf, ihre Energiepolitik wissenschaftlich statt ideologisch zu begründen. Außerdem erinnerte sie die Regierungsparteien SPD und Grüne daran, dass die Kernenergie ursprünglich ein linkes Projekt gewesen sei.

Veranstalter waren der deutsche Verein Nuklearia e. V., die Partei der Humanisten, die polnische NGO FOTA4Climate sowie die internationalen NGOs RePlanet, Mothers for Nuclear und Voices of Nuclear (Stimmen der Kernenergie). Alle sehen die Kernenergie als Schlüsseltechnologie, die wir dauerhaft brauchen, um sicher und gut zu leben und gleichzeitig das Klima zu schützen.

Die Organisatoren zeigten sich mit der Veranstaltung zufrieden. Die Französin Myrto Tripathi von Voices of Nuclear: »Deutschland zwingt seine Nachbarn, die schweren umwelt-, klima- und geopolitischen Kosten seiner zerstörerischen Energiewende zu tragen. Aber Ideologien lassen sich überwinden, und damit haben wir heute in Berlin begonnen. Und das werden wir auch in Zukunft tun, gemeinsam, über alle Grenzen hinweg.«

Britta Augustin von Nuklearia: »Wir haben heute mit vielen großartigen Unterstützern aus fünf Ländern gezeigt, dass Kernkraft etwas zutiefst Positives ist. Wir brauchen sie aus ganz verschiedenen Gründen – für den Klimaschutz und für zuverlässigen, preiswerten Strom. Die Mehrheit der Deutschen weiß das und will die Kernkraft, auch langfristig. Wir sind die Stimme einer schweigenden Mehrheit, und wir lassen nicht locker!«


Über die Nuklearia

Die Nuklearia ist ein gemeinnütziger, industrie- und parteiunabhängiger eingetragener Verein, der die Kernenergie als Chance begreift und darüber aufklären will. Wir sehen die Kernkraft als besten Weg, unseren Wohlstand zu erhalten und gleichzeitig die Natur und das Klima zu schützen. Denn Kernenergie ist emissionsarm, braucht sehr wenig Fläche und steht jederzeit zur Verfügung. Unser Ansatz ist wissenschafts- und faktenbasiert, unsere Vision humanistisch: erschwingliche und saubere Energie für alle.

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