Die Atomkatze

Wie jedermann weiß, sind Katzen eng mit Radioaktivität verbunden: Im Schrödingerschen Gedankenexperiment werden sie, indem man ihr Überleben oder Sterben an das Stattfinden eines Zerfallsereignisses koppelt, zu einem großen miauenden Quantensystem, das zwischen Sein und Nichtsein schwebt, bis jemand durch Nach-der-Katze-Sehen die Gewissheit der klassischen Physik wiederherstellt.

Dies brachte zwei Philosophen auf den Gedanken, Katzen zu Dosimetern umzufunktionieren; ein Vorschlag, von dem ich übrigens zum ersten Mal in dem (mäßig kreativen) Theaterstück »Fall Out Girl« von Niklaus Helbling erfuhr. Die Idee besteht darin, Katzen genetisch so zu verändern, dass sie, wenn sie ionisierender Strahlung ausgesetzt sind, ihre Fellfarbe ändern; solcherart sollen zukünftige Generationen vor Endlagern für radioaktive Stoffe gewarnt werden. Tobias Cronert schrieb auf ScienceBlogs einen Artikel über diesen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag; in den Kommentaren entspann sich eine lebhafte Diskussion, an der ich mich beteiligte.

Folgender Text beruht auf meinen Kommentaren zu Tobias Cronerts Artikel, wobei ich Kürzungen vorgenommen und Überleitungen hinzugefügt habe.
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Grüne Bundestagsfraktion: Wissenschaft unerwünscht

Gastbeitrag von Jan-Christian Lewitz

Am 11. Juli 2016 fand im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages ein sogenanntes Fachgespräch der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen statt. Thema: »Forschungsreaktoren in Deutschland – Probleme und Herausforderungen«. Diplom-Physiker Jan-Christian Lewitz war mit seinem kerntechnischen Fachwissen dabei. Hier sein Bericht.

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Das Ende der Endlagerkommission

Gastbeitrag von Dr. Götz Ruprecht

Seit nunmehr über zwei Jahren tagt die »Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe«, und sie muss am 30. Juni ihren Abschlussbericht vorlegen. Das Berliner Institut für Festkörper-Kernphysik (IFK) hat im vorläufigen Bericht gravierende Mängel festgestellt, denn moderne und verfügbare Technik für Partitionierung und Transmutation kann ein Endlager sogar überflüssig machen. Doch die Kommission reagiert auf Einwände nicht. Weiterlesen

Atommüll: Bürgergutachten fordert Offenheit gegenüber alternativen Entsorgungsoptionen

In einem Artikel mit dem Titel Bürgerforum »Wohin mit dem Atommüll?« berichtet Bloggerin Sylvia Bader-Giese über das gleichnamige Projekt. Per Zufallsprinzip wurden Bürger ausgewählt, um an drei Terminen im Februar und März in Lutherstadt Wittenberg unter professioneller Moderation ein Bürgergutachten zur Lagerung hochradioaktiver Abfälle zu erstellen. Das Ergebnis ist kein umfangreicher Wälzer, sondern ein gut lesbarer 24-Seiter. Das Projekt stellt auch nicht irgendeine Leutebespaßung dar, sondern ist hochoffizieller Teil der hochoffiziellen Bürgerbeteiligung bei der hochoffiziellen Endlagersuche. Weiterlesen

Bürgerforum zur Endlagerung

Der Deutsche Bundestag hat ein »Bürgerforum Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe« mit verschiedenen Themenbereichen eingerichtet:

Diese Themen können im Forum öffentlich diskutiert werden – mit anderen Bürgern und auch mit Mitgliedern der Endlagerkomission.

Bitte beteiligt euch möglichst ebenfalls an der Diskussion, beispielsweise zur Frage nach Alternativen zur Endlagerung, sprich: der Transmutation des hochaktiven, langlebigen Atommülls in Schnellen Reaktoren oder subkritischen Transmutationsanlagen. Material dazu findet ihr in unserem Themenbereich Atommüll. Wer weitere Informationen braucht, bitte melden!

Das Endlagerforum des Deutschen Bundestags wird moderiert, daher erscheinen Beiträge nicht sofort öffentlich. Wer das Geschriebene nochmal nachlesen oder parallel woanders posten möchte, sollte seinen Text daher zusätzlich separat speichern.

Piratenpartei Sachsen-Anhalt für Atommüll-Transmutation

Der Landesparteitag der Piratenpartei Sachsen-Anhalt hat am Samstag, 23. November 2013, mit großer Mehrheit dem Transmutationsantrag der AG Nuklearia zugestimmt und ihn in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Transmutation ist ein kernphysikalisches Verfahren, das aus hochradioaktivem, langlebigem Atommüll kurzlebigen macht. Die Abklingzeit für diesen Abfall verkürzt sich dadurch von 300.000 auf 300 Jahre. Weiterlesen

Kurz und knapp: 17 Pro-Atom-Argumente

1. Hohe Flächenleistungsdichte – niedriger Platzbedarf

Besonders in dicht besiedelten Industrieländern wie Deutschland ist es wichtig, dass Energiequellen nicht übermäßig viel Platz verbrauchen. Ein 1 GW-Kernkraftwerk benötigt mit allen Gebäuden und Anlagen ca. 1 Quadratkilometer: Dies entspricht einer Flusddichte von 1000 W pro Quadratmeter. Die sonstigen postfossilen Energiequellen erreichen diesbezüglich kaum mehr als einstellige Werte.
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