Maxenergy stellt Atomstrom-Tarif ein

Der Augsburger Stromanbieter Maxenergy gibt seinen Tarif Maxatomstrom auf. Wer auch künftig umweltfreundlichen Strom aus Kernenergie nutzen möchte, kann in den Kernstrom-Tarif von Enermy wechseln. Nuklearia-Mitglieder erhalten eine Gutschrift. Weiterlesen

Neuer Kernstrom-Tarif am deutschen Strommarkt – Bonus für Nuklearia-Mitglieder

Reine Atomstrom-Angebote sind in Deutschland selten. Nachdem die Maxenergy GmbH ihren »Maxatomstrom« nicht mehr aktiv vermarktet, bietet nun Enermy, eine Tochter der Schweizer Gaiem GD AG, einen solchen Tarif an. Mit ungewöhnlichen Produkten betrat das noch junge Unternehmen den deutschen Strommarkt: windkraftfreie Elektrizität für Vogelfreunde, »Frauenpower« von Kraftwerksunternehmen mit weiblichen Chefs – und Strom aus Kernkraftwerken, genauer: aus den Schweizer Kernkraftwerken Gösgen und Leibstadt.

Stromkunden, die etwas gegen CO2- und Schadstoffemissionen aus Kohlekraftwerken tun möchten, dürften dieses Angebot begrüßen. Im Bundesdurchschnitt sei die Energie um 150 Euro günstiger als der Grundversorger, und die Stiftung Warentest bescheinige dem Angebot faire Vertragsbedingungen, so das Unternehmen.

Mitglieder des Nuklearia e. V. erhalten beim Wechsel zu Enermy Kernstrom einen Bonus von 40 Euro gutgeschrieben. Wer noch kein Nuklearia-Mitglied ist, kann es werden: Hier gibt es dazu nähere Informationen.

Es wäre zweifellos eine gute Sache, wenn sich Verbraucher zum Umdenken und zum Umstieg auf umweltfreundliche Kernenergie animieren ließen. Vielleicht kommen sogar noch weitere Versorger auf den Gedanken, Kernkrafttarife anzubieten.

Kernstromangebote in Deutschland:

Erlangen: Beim Atomstrom höchstens Zweiter

Frank Heinze (links), Oberbürgermeister Dr. Florian Janik. Foto: Stadt Erlangen, Bürgermeister- und Presseamt

Fast zweitausend Unterschriften für einen Kernenergietarif der Erlanger Stadtwerken übergaben Vertreter des Nuklearia e.V. an Oberbürgermeister Dr. Florian Janik.

Frank Heinze von der Regionalgruppe Franken des gemeinnützigen Vereins Nuklearia e.V. hatte eine dreimonatige Online-Petition aufgelegt, um Interessenten für einen Kernenergietarif zu gewinnen und damit einen Wetteinsatz einzulösen. Er hatte den Stadtwerken angeboten, mindestens eintausend potentielle Kunden zu gewinnen.
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