Neue Energie – Warum eine echte Energiewende Widerspruch braucht

Von Dr. Anna Veronika Wendland

Die Energiewende offenbart jeden Tag ihre Schwächen, aber Politiker und politiknahe Experten raunen das Mantra von der Alternativlosigkeit. Kritik gilt nach wie vor als Tabubruch. Energie-Dissidenten werden in außerparlamentarische Foren und Anti-Mainstream-Publikationen verdrängt. Wer eine moderne Kerntechnik für eine Lösung und nicht für ein Problem hält, wird für dumm erklärt – oder Schlimmeres. Dieser Beitrag ist eine Polemik, aber auch ein Plädoyer für eine Neuaufstellung der Diskussion und ein Lob der Neinsager. Kritik und Gegen-Expertise sind Grundvoraussetzungen gelingender Entscheidungs- und Planungsprozesse. Keine Entscheidung ist alternativlos, und keine Geschichte ist zu Ende, weil die Regierung es so will. Noch ist es nicht zu spät für eine Generalrevision der Energiewende.

Kernkraft – Energie der Dummen?

Vor kurzem postete ich eine Energiewende-Karikatur, worauf mich einer jener gönnerhaften Kommentare erreichte, die ich schon öfters aus dem grün-linksliberalen Spektrum bekam. Denn dieses liebt mich für meine zeitkritischen Analysen der Ukraine-Russland-Problematik. Und ist überaus irritiert über meine Position zur Kernenergie. So schrieb mir einer:

»Auch so kluge Frauen wie Anna Vero Wendland haben das Recht, mal etwas Dummes zu posten und ihrer Verliebtheit in die Atomenergie zum Ausdruck zu bringen. Warscheinlich [sic] denkt sie gerade darüber nach, wie sie uns das Problem der Entsorgung des Atommülls erklären wird. Wir kennen das von den Festplatten. Wenn die zu beschäftigt sind, dann funktionieren die auch nicht mehr richtig. Und dann kommen solche Statements zustande. Als Ukraineexpertin bleibt sie dennoch unverzichtbar. Nobody is perfect.«

Nun bin ich natürlich beruhigt, dass man mir nur eine lahmende Festplatte bescheinigt, die man entsorgen und durch eine neue, korrekt denkende rasch ersetzen könne; besorgter macht mich jedoch die im juste milieu unserer Kämpfer wider das friedliche Atom ganz unübliche Unterstellung, frau sei ja ganz brauchbar für gewisse politische Hand- und Spanndienste, aber letztlich doch eben zu emotional, und tue aus Liebe dann mitunter das Falsche. Aus unerklärlicher »Verliebtheit in die Atomenergie«, zum Beispiel.

Tatsächlich gibt es viele Gründe, die Kernenergie zu lieben. Die ligne claire der nuklearen Anlagen, die dem spießigen deutschen Öko-Haus-Nischen-Retro einen trotzigen Progressivismus und eine stille Größe entgegensetzt. Den schnoddrigen Zusammenhalt auf der Kernenergetiker-Schicht, den man aber auch in jeder Kohlebude haben kann. Die Massendurchsätze an Keksen und Kaffee, die auf der Warte eines durchschnittlichen europäischen Kernkraftwerksblocks anstehen. Nebenbei, die unzähligen Hunderte von Milliarden luftschadstoffarm produzierter Kilowattstunden Strom. Die stoische Zuverlässigkeit der deutschen Kernkraftwerke – alle reden vom Wetter, inzwischen auch die Bahn, aber nicht die Kerntechnik. I’m lovin‘ it.

Aber zurück zum Atomkern der Sache. Dissidenz, pro-nukleare gar, ist in der grünroten heilen Energiewelt im besten Falle Dummheit, im schlimmsten Falle ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Undenkbar scheint dem oben zitierten Kommentator und vielen anderen, dass ich aus den gleichen guten Gründen und dem gleichen klugen Kopf, und der gleichen Arbeitserfahrung vor Ort, die auch meine Urteilskraft in Sachen Osteuropa speist, ein kluges Urteil zum Tabuthema Kernenergie ableiten könne. Darin ähneln sie übrigens meinen Freunden aus der AfD, welche meine Kernenergie-Position mögen, aber den Rest als linksgrünversifft abhorreszieren. Stimmt aber deswegen etwas mit mir nicht?

Atommüll als Totschlag-Argument

Nun könnte ich einen langen Aufsatz dazu schreiben, dass fortgeschrittene Reaktorkonzepte das Müllproblem, das in der Diskussion meist als abschließendes Totschlag-Argument eingesetzt wird, in ungleich geringerem Maße produzieren oder es sogar lösen könnten. Ich könnte eine Reportage über das sonderbare Paradox produzieren, dass es bereits ein funktionierendes Endlager für an Toxizität dem Plutonium gleichkommende Substanzen gibt – Substanzen, die allerdings immer sie selbst bleiben und uns nicht den Gefallen tun, allmählich zu zerfallen. Dieses Endlager befindet sich, unbeachtet und links liegengelassen, in Herfa-Neurode.

Dort muss man mit um viele Größenordnungen mehr Abfallmasse zurechtkommen als im Falle des Atommülls. Das Paradox ist nun, dass ich – trotz schwerer Industrieunfälle mit Tausenden von Opfern und großflächigen Kontaminationen, trotz zigtausender Krebsfälle, trotz ewig lebender hochtoxischer Abfälle noch keine Forderungen nach sofortiger Abwicklung unserer Chemieindustrie gehört habe. Liegt das an meiner Dummheit?

Ich bin nach jahrelangem Forschen in der und über die Atombranche zu dem Schluss gekommen, dass die nuklearen Diskurse eine mindestens ebenso geschichtsmächtige Kraft besitzen wie die kalten – oder heißen – Tatsachen der Kerntechnik und ihres gelegentlichen Versagens in großen Unfällen. Ich halte die angebliche Unlösbarkeit der nuklearen Endlagerproblematik für diskursiv erzeugt. Technisch ist ein Endlager machbar, über den besten Ort und die beste Technologie im einzelnen kann man diskutieren.

Strahlenangst als Staatsdoktrin

Ich könnte auch eine Abhandlung darüber schreiben, dass deutsche und internationale Strahlenschutzpraktiken und auch die damit zusammenhängenden Strahlen-Ängste auf von der Zellbiologie längst widerlegten Hypothesen der 1950er Jahre beruhen – nachzulesen in der Kritik der sogenannten linear-no-threshold-theory (LNT), die kurz gefasst behauptet, es würde, weil der Mensch, wenn er seine Jahresration Kochsalz binnen eines Tages vertilgt, schwer erkrankt oder stirbt, derselbe Effekt auch eintreten, wenn er diese Jahresration über 365 Tage verteilt zu sich nehme.

Ich wage es, nach einiger Lektüre, und mit Blick auf meinen eigenen Strahlenpass, den Unsinn der Fifties auch als solchen einzustufen, und außerdem ins Feld zu führen, dass der wissenschaftliche Paradigmenwechsel längst auf dem Weg ist – nur nicht hierzulande, wo die Strahlenangst Staatsreligion ist. Hier verteilen Regierungen, wie unlängst in NRW, lieber Jodtabletten, um in unruhigen Zeiten Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, statt den Leuten reinen Wein einzuschenken, oder belgisches Bier: selbst eine Kernschmelze in Tihange würde Aachen nicht zur Todeszone machen, und eine normale Jodversorgung übers Speisesalz würde es auch tun, einmal ganz abgesehen von der Frage, ob wir überhaupt mit einer Kernschmelze in Tihange rechnen sollten, und warum unsere Nachbarn in Lüttich und Namur eigentlich noch ruhig schlafen. Weil sie voll des guten Bieres sind? Oder dumm?

Die Diskussion wieder »kritisch machen«

Ich halte die Belgier nicht für dumm, auch wenn ich einiges Kritische zu konkreten Zuständen in ihren Kernkraftwerken sagen kann (was ich an anderer Stelle gesagt habe), genau so wie ich Kritisches zu ukrainischen, russischen oder deutschen Fällen sage, im Sinne des ‚kritein‘, des analytischen Scheidens von vorgefundenen Tatsachen und Behaupungen. Denn gute Kerntechnik hängt nicht nur am kritischen Reaktor, sondern auch am selbstkritischen Ingenieur, an der kritischen Wissenschaftlerin. Kritik heißt aber nicht, dass eine Gruppe entscheidet, es sei nun genug diskutiert und der Gegenstand der Kritik aus dem Weg zu räumen, weil er dieser Gruppe nicht mehr passe.

Dieselbe Kritik, die im Falle der Kernkraft bis zur Liquidierung derselben getrieben wurde, kommt nun im Falle der Energiewende gar nicht mehr vor. Hier herrscht ein Redetabu, weswegen sich die Kritik jahrelang in die APO der Tichys, Achguts und allenfalls in die Arbeitszimmer emeritierter Großprofessoren zurückzog. Aber auch hier sind die Dinge momentan in Bewegung gekommen. Plötzlich sendet ARTE einen Film über alternative Kerntechnik, beginnt selbst der WDR die seltsamen Tihange-Diskurse in Deutschlands Westen auf ihre Schlüssigkeit zu befragen. Derweil halten die Energiewendler eisern Kurs. Die Regenerativen würden nicht stark genug ausgebaut, deswegen holpere es. Wenn Kohle- und Kernstrom nicht die Netze »verstopften«, seien wir schon viel weiter und dergleichen mehr.

Gegen-Expertise als Voraussetzung guter Entscheidungen

Und ich erlaube mir in diesem Zustand des Diskussionstabus daran zu erinnern, dass gute Entscheider sich systematisch Gegen-Expertise ins Haus zu holen pflegen: Leute, die dafür bezahlt werden, dagegen zu sein, die gute Gegenargumente in Stellung bringen sollen, um Schwachstellen im Entscheidungsprozess offenzulegen. Nur Manager, die ihre Betriebe an die Wand fahren, und Diktatoren verzichten auf harte Gegenexpertise.

Leider sind unser EEG und unser Atomausstieg Resultate solcher defekter Entscheidungsprozesse – und zwar weil (und nicht obwohl) man hier auf Volkes Stimme zu hören vermeinte, als die Emotionen hochschäumten. Alle wollten doch raus aus dem Atom? Fragt sich nur, ob auf den richtigen Prämissen aufbauend, und ob nach kritischer Wägung und Anhörung von abweichenden Meinungen.

In allen dieser Fälle lautet die Antwort nein, und deshalb scheitert die Energiewende gerade an ihrer doppelten Fixierung: jener auf den überstürzten Atomausstieg als Heilsversprechen, und an der daraus folgenden Fixierung auf den Stromsektor als Experimentierfeld. Alle Probleme, die wir heute sehen, folgen aus dieser Fixierung: die Explosion der Kosten; die systematische Ignorierung physikalischer und auch ökonomischer Gesetzmäßigkeiten; das Verschweigen der zutiefst undemokratischen gigantischen Umverteilung von unten nach oben; das Schönreden der zunehmenden Netzinstabilitäten, der teuren Regeleingriffe und des ungelösten Speicherproblems, was uns potenziell größeren Gefahren aussetzt als das lösbare Endlagerproblem; der Sonderweg Deutschlands, dem niemand in Europa folgen mag.

Hätte man sich nach Fukushima eine widerspenstige und widerspruchsfreudige Expertise ins Haus geholt, statt auf Jasager und Ethik-Experten zu hören; hätte man auf Leute gehört, die dem in Antiatomstimmung mit seinen grün-liberalen Eliten traut vereinten Volk nicht nach dem Mund redeten – dann hätten wir heute womöglich eine langfristige Energiesystemplanung, in der der Gesetzgeber für die Unternehmen nur die Zielmarke festsetzt, aber nicht den technologischen Weg dorthin; in der offen und kontrovers und unter Einschluss aller Optionen über Energie als Gemeingut diskutiert wird.

Dringend gesucht: Werkzeugkiste für die Energiewenden-Revision

Doch was wir haben, ist eine Spielwiese für Utopisten, welche sich noch nie mit ihrem Elektriker unterhalten haben, die aber ohne Zweifel über Diskursmacht und sehr viel Geld zum Ausgeben verfügen. Dass sich eine durch Mittelvergabe dressierte Industrie und Forschung, unter ihnen unzählige Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler, auf künstlich geschaffene Bedarfe hin getreulich einstellt, um mitzuverdienen, ist keine Zauberei, sondern grüngewaschener Subventionskapitalismus.

Im Ergebnis haben wir heute eine refossilisierte Stromwirtschaft mit einem großen Anteil nutzloser, weil fehlallozierter und überhaupt nicht demokratisch verwalteter regenerativer Kapazitäten, und (nach dem Windkraftland Dänemark) den höchsten Verbraucherstrompreis in Europa – begleitet von einem an die Atomeuphorie der frühen Jahre erinnernden can-do-Gerede unserer Claudia Roths und Claudia Kemferts.

Um das obige Zitat wieder aufzunehmen: Warum sollte ich mich also, als Analytikerin Osteuropas und als Historikerin der Kernenergie, in diesem Fall gegen meinen Kopf entscheiden? Ich analysiere auch hier einen Forschungsstand; ich schaue über den Horizont meines Heimatlandes hinaus und beobachte, was in Europa geschieht – und ich sichte historisch gewachsene diskursive Gegebenheiten, die in jedem Land spezifisch sind. Daraus ziehe ich Schlussfolgerungen.

Warum sollte ich also im Falle der Nuklear-Problematik plötzlich den Dugins und Putins glauben? Den Untergangspropheten einerseits und den Adepten eines moralistischen Imperialismus andererseits, die zweifelsohne in Deutschland eine politische und diskursive Hegemonie innehaben, auch wenn sie die Gesetze der Physik ignorieren?

»Nenn mir einen beschissenen Grund«, würden meine Teenager-Söhne dazu sagen – jene Generation, für deren Zukunft wir alle leben und arbeiten. Euch gehen die guten Gründe aus, liebe Anhänger des Green Growth aus der Generation der Babyboomer – doch euer Wachstum ist momentan weder grün, noch ist es echtes Wachstum. Vielmehr tappt ihr in ähnliche Fallen technologischer Pfad-Festlegung, wie sie schon in der Kerntechnik zur frühen Verdrängung von Alternativen geführt haben – Alternativen, die heute in neuem Licht betrachtet werden.

Historiker sollten sich wissenschaftlich eigentlich mit der Vergangenheit befassen, nicht über die Zukunft spekulieren. Doch ist es das täglich Brot der Historiker, Gesellschaften und Technologien im Werden und Vergehen, in ständiger Transformation zu beobachten. Wir haben das Privileg, nah dran zu sein an der Veränderung als Konstante menschlichen Daseins. Daher sei auch den Kernkraft-Befürwortern gesagt: nichts bleibt, wie es war. Die Kernkraft hat eine Zukunft, aber diese wird nicht so aussehen wie die uns bekannte Kerntechnik des 20. Jahrhunderts – auch wenn uns diese Technikgeneration weltweit noch lange begleiten wird. Die Industriegesellschaft unterliegt massiven Veränderungen, und es ist legitim, ihre heutigen Grundlagen auf Legitimität, Interessenkonstellationen, Machtverhältnisse und technologische Grundlagen hin zu befragen.

Die Energiewende sollte ein Generationenprojekt sein: die Entwicklung einer gerechteren, demokratischeren, saubereren Form der Energieumwandlung für eine Industriegesellschaft der Zukunft. Doch sie bedarf bereits in ihrem zweiten Jahrzehnt, gerechnet seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), einer Totalrevision. Sie ist weder gerecht, noch demokratisch, noch sauber. Es würde vielleicht etwas aus ihr, wenn man auf alte Tugenden der Progressiven zurückgriffe. Das bedeutet: die Werkzeugkiste der Kritik muss wieder ausgepackt, Praktiker und Skeptiker müssen gehört werden. Dissidenz, Ideenpluralismus und Irritation sollten in der Diskussion wieder erwünscht sein. Die Energiewende braucht weniger Erneuerbare Energien, und mehr neue Energie.


Dr. Anna Veronika Wendland

Dr. Anna Veronika Wendland ist Osteuropa-Historikerin und Forschungskoordinatorin am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Sie forscht zur Geschichte von Atomstädten und nuklearen Sicherheitskulturen in Ost- und Westeuropa, unter anderem auch im Zusammenhang des transregionalen Sonderforschungsbereiches SFB-TRR 138 »Dynamiken der Sicherheit« der Universitäten Marburg und Gießen sowie des Herder-Instituts, in dem es um Versicherheitlichungsprozesse von der Antike bis zur Jetztzeit geht.

4 Gedanken zu „Neue Energie – Warum eine echte Energiewende Widerspruch braucht

  1. Respekt für deinen tollen Artikel, du sprichts mir aus der Seele.
    Liest sich wie ein Manifest „Wie die grüne Paranoia gegen Kerntechnik politische Entscheidungen beeinflusst und dazu führt, das ein wesentliches Standbein der Energieversorgung einer Industrienation an den Pranger gestellt und jedliche sachliche Diskussion darüber im Keim erstickt wird.“

    Dein Artikel hätte es m.E. verdient einem breiten Publikum vorgestellt zu werden.

    Aber selbst ein Herr Böhmermann hätte m.E. nicht den Mut dieses „Manifest“ in seinem Magazin zu verlesen. Er müsste die Rache vom grünen Gutmenschentum wohl mehr fürchten als jene aus der Türkei.

    Grüße aus dem Frankenland und dem KKG

  2. Ein wirklich kluger Artikel, es freut mich sehr so etwas lesen zu können. Das Problem der Kernenergie ist aber nicht singulär, ihr ergeht es genauso wie z.B. der molekularen Biotechnologie. Rat durch einschlägige Experten mit umfassender Berufs- oder Forschungserfahrung wird in der gesamten Debatte und leider auch im politischen Entscheidungsprozess keinerlei Beachtung geschenkt sondern im Gegenteil als Lobbyarbeit der Industrie diskreditiert. Den selbsternannten Experten der Anti-Organisationen wird dagegen vorbehalt- und kritiklos glauben geschenkt. Zwar ist deren fachliches Niveau selbst unterhalb der entsprechenden Wikipedia Artikel, aber sie haben ihre Kompetenz dort wo es entscheidend ist: In der Organisation wirksamer Kampagnen die unsere Medien und mediensuchenden Politiker allzu gerne aufnehmen.

  3. Ein unfassbar guter Artikel der mir aus der Seele spricht. Liebe Frau Anna Veronika mach weiter so und bleib so wie Du bist.
    Liebe Grüße aus Deinem KWG Grohnde

    Christian

  4. Anna ich bin voll und ganz einig mit Dir. Hier wurde über Jahre hinweg besonders von der Grünen Fraktion die Kernenergie bewusst und auch mit Falschaussagen in Misskredit gebracht. Von den Betreibern wurde keine Gegendarstellung publiziert um diese Machenschaften durch Information und sachlich belegbare Beweise zu dementieren. So gesehen haben zu der jetzigen Situation auch die Betreiber eine Mitschuld zu tragen. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass mit der Energiewende und den aktuellen Energieerzeugungen keine Grundlast abgedeckt werden kann. Spätestens nach dem endgültigen abschalten der Kernkraftwerke wird diese Unwissenheit sichtbar werden. Die Entsorgung der abgebrannten Brennelemente könnte man durch eine Wiederaufbereitungsanlage wie in Hanau vorhanden war drastisch reduzieren. Auch gäbe es technische Möglichkeiten Endlager gegen unendlich sicher auszubauen. Die sauberste Lösung bzgl. der Umweltverschmutzung ist die Kernenergie so wie so. Das Problem ist aus meiner Sicht, die durch Politik, mit entsprechender Panikmache bzgl. der Kerntechnik, die Bevölkerung dahingehend aufzuklären um die existierenden Ängste und Vorurteile aus Unwissenheit abzubauen. Dies wird sicher ein langwieriger Prozess mit dem traurigen Beigeschmack, dass die Ingenieure und Wissenschaftler, die man zum Bau neuer Reaktoren benötigt, nicht mehr aus Altersgründen zur Verfügung stehen werden. Wenn hier nicht ganz schnell eine Wende kommt, dann war es das. Ich war 10 Jahre bei Areva in Führungspositionen und weiß daher, wovon ich rede. Kompliment übrigens für den tollen Artikel.

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