Der überschlagende Funke

Gastbeitrag von Oscar Archer: The Lightbulb Moment
Übersetzt aus dem Englischen von Fabian Herrmann (NukeSqrrrl).

Lichtbogen (Wikipedia)

Es gibt da etwas, das ich vielleicht noch nicht hinreichend klar gemacht habe: Ich habe Deutschland Erfolg gewünscht. Wirklich. Trotz der schlechten Begründung des beschleunigten Atomausstiegs und meines wachsenden Verständnisses energiepolitischer Zusammenhänge hielt ich Jahr für Jahr die Hoffnung aufrecht, dass die Emissionen dank neuinstallierter Wind- und Solarkapazität fallen würden.

Denn dies hätte gezeigt, dass die beliebten „neuen“ Energiequellen die Fähigkeit haben, ihr Versprechen einzulösen solange „politischer Wille vorhanden ist“. Dies würde die Lösung des Klimawandel-Problems vereinfachen. Wind und Solar erhalten viel Unterstützung. Ich würde die Abschaltung von Kernkraftwerken bedauern, doch die Emissionen würden sinken. Aber dies tun sie nicht wirklich. Man kann sich nicht so einfach diese oder jene saubere Energieoption aussuchen.

 

 

Es zeigt sich, dass dies ohnehin nie Priorität genoss:

 

 

Gelegentlichen triumphierenden Leitartikeln zum Trotz liefern Wind und Sonne nach wie vor nur einen kleinen Anteil von Deutschlands jährlicher Stromerzeugung. Doch wenn wir weitere Kapazität hinzufügen, sollten wir doch eine gewisse Emissionsverminderung beobachten?

 

 

Die deutsche Solarenergie hat ganz klar den Sättigungsbereich ihrer logistischen Wachstumskurve erreicht.

 

 

Der Beitrag der Windkraft stieg bis 2014 in etwa linear an. Man ist versucht anzunehmen, dass dieser Zuwachs noch jahrelang weitergehen könnte, doch wird er das? Niemand geringeres als der Präsident des Bundesverbandes Windenergie macht sich diesbezüglich Sorgen. Im Jahr 2015 erfolgte ein recht dramatischer Zuwachs an Offshore-Windenergie mit höherem Nutzungsgrad. Ihre Integration ins Stromnetz ist nicht einfach und die Zielvorgaben wurden um ein Drittel verringert.

 

 

Ferner wird Zubau an Windkraft nicht deren inhärente Begrenzung überwinden, nämlich dass sie maximal 7% an klassischer Kraftwerkskapazität zu ersetzen vermag, eine niedrige Grenze, jenseits derer bereitstehende Backup-Kraftwerke notwendig werden.

 

 

Der Anteil an verbrennungsbasierter Stromerzeugung blieb konstant, insbesondere wenn man Biomasse dazurechnet, was man wahrscheinlich tun sollte. Denn wenn es erlaubt ist, auf Wiederaufforstungsprojekte hinzuweisen, die den Treibhausgasausstoß durch Biomasseverbrennung neutralisieren sollen, warum sollte man dann diese Methodologie nicht beispielsweise auf Erdgas ausdehnen (welches von vornherein keine Abholzung erfordert)?

Da nun Solarenergiezubau den Sättigungsbereich erreicht und Windzubau vermutlich auf prinzipielle Grenzen stößt, was soll dann Deutschlands restliche Kernkraftkapazität ablösen, ganz zu schweigen von der deutlich umweltschädlicheren und gefährlicheren Kohle? Was unter weltweitem Gesichtspunkt noch wichtiger ist: Wird Deutschland bereit sein, seine Strategie zu ändern, wenn sich erweist, dass die bislang gletscherartig langsame Dekarbonisierungsrate der viertstärksten Wirtschaftsmacht nicht prompt beschleunigt werden kann? Denn Deutschland hat alles parat, was dazu benötigt werden würde. Mit ausreichend Kapital und guten Management – ganz abgesehen von der Belohnungspolitik, die andere kohlenstoffarme Technologien fördert –, könnten die abgeschalteten, aber nach wie vor einsatzbereiten Reaktoren wieder angefahren werden. Dies entspricht insgesamt 9611 Megawatt. Mit fokussierter „deutscher Effizienz“ könnte dies schätzungsweise innerhalb von zwei Jahren möglich sein. Mit dem jahresgemittelten Nutzungsgrad von 2014 (87%) würden ab 2018 zusätzlich 73.25 Terawattstunden jährlich bereitgestellt werden können, und im Sinne dringend erforderlichen Klimaschutzes könnten diese mehr als die Hälfte der momentanen Braunkohleverbrennung ersetzen und einen Kohlendioxidausstoß von 1,153,000 Tonnen pro TWh einsparen.

 

Extrapolation des deutschen Energiemixes 2018, ohne Energiewende

 

Dies entspricht über 84 Millionen Tonnen jährlich, einfach indem die existierenden Reaktoren wieder angefahren werden.

Es ist die Hälfte des Weges zur Zielvorgabe für 2020, ohne dass ein einziges neues Kraftwerk oder eine Stromtrasse gebaut werden müsste. Es würden Kosten entstehen. Die Reaktoren müssten eventuell flexibler arbeiten. Für die Eigentümer dürfte dies zweifellos vorteilhafter sein als willkürlich dazu gezwungen zu werden, sie abzuschalten. Mehrere haben weniger als ein Jahrzehnt verbleibende Zulassungsdauer vor sich. In der Zwischenzeit sollte Deutschland sich am weltweiten Wettrennen zur Inbetriebnahme der nächsten Reaktorgeneration beteiligen. Das sind Varianten, die jene Unfälle, die soviel Furcht verursacht haben, von vornherein ausschließen. Es existiert sogar ein elegantes einfaches hauseigenes Flüssigsalzreaktordesign, das auf seine Chance wartet.

Natürlich bin ich nur ein einzelner Blogger gegen das Übergewicht der deutschen Mehrheitsmeinung. Ich gebe zu, dass ich danebenliegen oder mich komplett irren könnte. Und es erscheint letztlich ein unmögliches Vorhaben zu sein, zieht man die komplette Aufhebung der sozialen Akzeptanz der Kernkraft im Jahr 2011 in einem durch überwältigenden politischen Aktivismus geschaffenen antinuklearen Klima in Betracht. Dennoch haben die Umweltfolgen des Unfalls von Fukushima-Daiichi keinerlei Ähnlichkeit mit der Apokalypse, die Anti-Kernkraft-Organisationen beschwören und propagieren. Trotz der dreifachen Kernschmelze vor weniger als fünf Jahren konnte der größte Teil des Gebiets bis zu gewissem Grade wieder besiedelt werden, Fische und andere Nahrungsmittel können bedenkenlos verzehrt werden; selbst Oberschüler sammeln unabhängige Meßdaten, die zeigen, wie gering die Kontamination ist. Der aufwändige Prozess des Wiederanfahrens der japanischen Reaktoren schreitet voran. Wer hat den europäischen Kernkraftgegnern die soziale Vollmacht erteilt, ein falsches Narrativ aufrechtzuerhalten, das unbegründete Furcht sät?

 

Links: nie wieder Kohle; rechts: mehr Kohle.

 

Bitte, Deutschland. Aktivisten feiern weiterhin das Versprechen einer hundertprozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen zu einem unbestimmtem Zeitpunkt in der Zukunft, aber sie halten euch nicht mehr als leuchtendes Vorbild hoch. Im Laufe der 15 Jahre, die die Energiewende benötigt hat, um uns zu zeigen, wie unwahrscheinlich ihr Erfolg ist, ist Ontario in Kanada vollständig aus der Kohle ausgestiegen, indem man – richtig geraten! – die Kernkraftwerke wieder eingeschaltet hat!

Mit Emissionstiefstwerten ist Ontario nun das aktuelle Vorbild regionaler Dekarbonisierung für alle, die die Kernkraft nicht hassen.

Bitte. Ihr braucht die Kernkraft nicht zu lieben, ihr Deutschen. Versucht doch einfach ein habitables Klima, ein gesünderes Leben und unversehrte Landschaften ein wenig mehr zu lieben.

 

Tagebau Zwenkau (Wikipedia). Niemals hat die zivile Kernenergie derartige Umweltzerstörungen hervorgerufen.

 

Update: Im Jahr 2015 stiegen die Kohlendioxidemissionen der deutschen Energieerzeugung um 0.9%.

25 Gedanken zu “Der überschlagende Funke

  1. Im Artikel heißt es: „Die deutsche Solarenergie hat ganz klar den Sättigungsbereich ihrer logistischen Wachstumskurve erreicht.“

    Mit dieser Einschätzung wäre ich vorsichtig. Es ist immer gefährlich den Verlauf einer Entwicklung durch eine rein datengetriebene Extrapolation einer Zeitreihe vorhersagen zu wollen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Entwicklung der letzten Jahre zum großen Teil durch politische Entscheidungen beeinflusst wurden, egal wie man nun zu ihnen konkret steht.

    Ich finde es generell wichtiger, langfristige Effekte bei der Energiewende zu betrachten, statt kurzfristiger, die sich nur auf wenige Jahre erstrecken. Das trifft auch auf den Atomausstieg zu. Die schnellere Abschaltung dieser Kraftwerke hat die Aufgabe der CO2-Emissionsreduzierung kurz- und mittelfristig schwerer gemacht. Oder anders ausgedrückt, eine Wiedereinschaltung und Verlängerung der Laufzeiten würde die Statistik der kommenden Jahre aufbessern, aber wie sieht es auf lange Sicht aus? Ich persönlich finde (das können andere anders sehen) unsere Emissionsquote für 2030 oder 2040 als wichtiger an, als was wir 2016 erreichen werden. Und der aktuelle Bestand an Kernkraftwerken stellt keine Lösung für die Emissionsreduzierung 2030 oder 2040 dar.

    In einem anderen Punkt muss ich auch widersprechen „Dennoch haben die Umweltfolgen des Unfalls von Fukushima-Daiichi keinerlei Ähnlichkeit mit der Apokalypse, die Anti-Kernkraft-Organisationen beschwören und propagieren.“ Egal wie man tatsächlich zu den Warnungen der Anti-Kernkraftbewegung steht, aber es ist eingetreten, wovor man gewarnt hat, ein völlig geräumtes und unbewohnbares Gebiet 20 km im Umkreis der Anlage. Auch wenn es nur auf Zeit ist, aber man stelle sich mal vor, man müsste sein Eigentum für einige Jahre verlassen. Man hat noch Glück, das die Anlagen direkt an der Küste stehen und die Gegend generell eher dünn besiedelt war. Man übertrage das mal auf eine inländische Anlage in Deutschland wie beispielsweise Neckarwestheim. Ich finde man sollte ehrlich zu sich selbst sein und anerkennen, dass Fukushima die Kernkrafttechnologie weltweit in eine Krise geführt hat. Aber jede Krise ist auch eine Möglichkeit der Neuorientierung.

    In einem anderen Punkt würde ich zustimmen, Deutschland ist in vielen Punkten kein Vorbild für eine Energiewende mehr. Da sind andere Länder mittlerweile weiter, u.a. die Alpenländer oder Skandinavien. Wir sollten nicht immer so tun, als wenn wir die (Um-)Weltmeister sind.

    • „Ich finde man sollte ehrlich zu sich selbst sein und anerkennen, dass Fukushima die Kernkrafttechnologie weltweit in eine Krise geführt hat. Aber jede Krise ist auch eine Möglichkeit der Neuorientierung.“

      Sie möchten hiermit also folgende Faktoren mit der Situation Deutschlands vergleichen – aus der Sicht Japans:

      • Sehr aktives Erdbebengebiet
      • Vernachlässigte Schutzmaßnahmen (Schutzwall für Tsunami)
      • Unsicherer Ort für Dieselgeneratoren (Notstrom)
      • Technologisch veraltet, da kaum oder nicht nachgerüstet

      • Sehr geehrter Herr Münch, ich kann Ihre Argumentation sehr wohl nachvollziehen. Aber ich fürchte, sie ist nicht ganz zielführend. Es ist ja nicht so, dass ein deutsches (oder anderes) Kraftwerk dadurch an Sicherheit gewinnt, sobald es Unterschiede zu japanischen Kraftwerken aufweist. Wenn Reaktorsicherheit so einfach wäre, dann hätte man kaum Probleme. Es gibt bei deutschen Altanlagen dafür andere Schwachstellen, die man in Japan besser gelöst hat. Technologisches Nachrüsten ist ein wichtiger Punkt, führt aber dazu, dass es ab einer gewissen Schwelle den Weiterbetrieb unrentabel macht. Ich verstehe auch an der deutschen Kernkraftdebatte nicht, warum die Pro-Fraktion immer so sehr auf die Laufzeitverlängerung von Altanlagen setzt. Eine vermeintlich fortschrittliche Technologie zeichnet sich doch nicht dadurch aus, dass man so lang wie möglich von der Substanz der vergangenen Errungenschaften leben will.

        • Guten Tag Herr Sören Hader.

          „Es ist ja nicht so, dass ein deutsches (oder anderes) Kraftwerk dadurch an Sicherheit gewinnt, sobald es Unterschiede zu japanischen Kraftwerken aufweist.“

          ➥ Sie möchten also vermitteln, dass der Einsatz von Wasserstoffrekombinatoren (H2 + O > H2O) in Kombination einer Stickstoffatmosphäre N die Sicherheit nicht verbessern, wodurch die Möglichkeit einer Knallgasexplosion sehr erschwert ist? Davon Abgesehen sind alle, für die Sicherheit relevanten Systeme, mehrmals vorhanden – nicht selten sogar viermal.

          „Ich verstehe auch an der deutschen Kernkraftdebatte nicht, warum die Pro-Fraktion immer so sehr auf die Laufzeitverlängerung von Altanlagen setzt.
          Eine vermeintlich fortschrittliche Technologie zeichnet sich doch nicht dadurch aus, dass man so lang wie möglich von der Substanz der vergangenen Errungenschaften leben will.“

          ➥ Man muss ganz klar die Zuverlässigkeit der deutschen Kernkraftwerke hervorheben und darauf hinweisen, dass die bedeutenden Technologien aktuell noch entwickelt werden. Eine Zwischentechnologie, unter der aktuellen Situation zu verwenden, ist daher nicht von großer Bedeutung.

          „Wenn Reaktorsicherheit so einfach wäre, dann hätte man kaum Probleme.“

          ➥ Besteht die Möglichkeit hierbei genauer zu werden?

          „Technologisches Nachrüsten ist ein wichtiger Punkt, führt aber dazu, dass es ab einer gewissen Schwelle den Weiterbetrieb unrentabel macht.“

          ➥ Kommt darauf an, auf was man sich bezieht. Einige werden sich bestimmt auf den Kernfänger und passive Kühlsystem beziehen. Damit wäre wir dann auch schon bei einem weiteren Unterschied gegenüber Japan: dem Energienetz!

  2. „In einem anderen Punkt muss ich auch widersprechen „Dennoch haben die Umweltfolgen des Unfalls von Fukushima-Daiichi keinerlei Ähnlichkeit mit der Apokalypse, die Anti-Kernkraft-Organisationen beschwören und propagieren.“ Egal wie man tatsächlich zu den Warnungen der Anti-Kernkraftbewegung steht, aber es ist eingetreten, wovor man gewarnt hat, ein völlig geräumtes und unbewohnbares Gebiet 20 km im Umkreis der Anlage. Auch wenn es nur auf Zeit ist, aber man stelle sich mal vor, man müsste sein Eigentum für einige Jahre verlassen.“

    Das ist leider die Folge der unsäglichen LNT Theorie, die bereits von der Realität mehrfach falsifiziert worden ist. Die Grünen haben im Falle einer Kernschmelze eine Art „Armageddon“ vorhergesagt. Das ist nun nachweislich nicht eingetreten. Das soll nichts beschönigen, aber es ist offenbar dass die Folgen so eines-durchaus vermeidbaren- Events doch sehr überschaubar blieben.
    Sieht man dagegen die Folge von Chemieunfällen (Bhopal, Seveso….)…

    „Man hat noch Glück, das die Anlagen direkt an der Küste stehen und die Gegend generell eher dünn besiedelt war. Man übertrage das mal auf eine inländische Anlage in Deutschland wie beispielsweise Neckarwestheim.“
    Man kann das nicht auf Neckarwestheim übertragen, da so ein Unfall wie in Fuksuhima bereits durch die Auslegung der Anlage ausgeschlossen ist.

    „Ich finde man sollte ehrlich zu sich selbst sein und anerkennen, dass Fukushima die Kernkrafttechnologie weltweit in eine Krise geführt hat. Aber jede Krise ist auch eine Möglichkeit der Neuorientierung.“

    Die Krise ist bewältigt und man hat die richtigen Schlüsse gezogen. Fukushima hat die Technik noch sicherer gemacht.

    • Hallo Rainer Reelfs,

      Wenn man das schon als Erfolg feiern möchte, dass in Fukushima kein „Armageddon“ stattgefunden hat, bitte. Die normale Bevölkerung sieht, dass eine ganze Region evakuiert wurde und Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Sie fragen sich, was ist wenn das in ihrer Region passiert. Man kann sich über die getroffenen Evakuierungsmaßnahmen streiten, ob sie nun notwendig sind oder nicht. Man sollte aber auch anerkennen, selbst ohne eine Räumung bedeutet sowas einen wirtschaftlichen und sozialen Niedergang für eine Region.

      „Man kann das nicht auf Neckarwestheim übertragen, da so ein Unfall wie in Fuksuhima bereits durch die Auslegung der Anlage ausgeschlossen ist.“

      Sorry, aber man kann keine Unfälle ausschließen. Man kann die Eintrittswahrscheinlichkeit senken oder die maximal mögliche Schadenshöhe einschränken, aber man kann es nicht auf Null absenken. Wenn man versucht zu kommunizieren, dass bestimmte Unfälle perse nicht stattfinden können, macht man dieselben Fehler wie in der Blütezeit der Kerntechnologie. Man gaukelt den Leuten eine absolute Sicherheit vor, die es nicht geben kann und das Vertrauen ist sofort zerstört, sobald es einen schweren Unfall gibt. Aus meiner Sicht brauchen wir Technologien, die fehlertolerant sind und ganz wichtig, man muss es auch so kommunizieren.

      • „Man kann das nicht auf Neckarwestheim übertragen, da…
        >> so ein Unfall <<
        …wie in Fuksuhima bereits durch die Auslegung der Anlage ausgeschlossen ist.“

        „Sorry, aber man kann keine Unfälle ausschließen.“

        Merken sie was? Würden sie die technologischen Unterschiede kennen, wäre ihre Antwort wohl anders ausgefallen.

      • Sehr geehrter Herr Hader, zu ihren Ausführungen folgende Kommentare meinerseits:

        „Wenn man das schon als Erfolg feiern möchte, dass in Fukushima kein „Armageddon“ stattgefunden hat, bitte. Die normale Bevölkerung sieht, dass eine ganze Region evakuiert wurde und Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Sie fragen sich, was ist wenn das in ihrer Region passiert. Man kann sich über die getroffenen Evakuierungsmaßnahmen streiten, ob sie nun notwendig sind oder nicht. Man sollte aber auch anerkennen, selbst ohne eine Räumung bedeutet sowas einen wirtschaftlichen und sozialen Niedergang für eine Region.“

        Niemand bestreitet, dass es negative Auswirkungen gab und gibt. Aber das Prophezeite ist nicht eingetreten. Weder sind Menschen gestorben, noch ist eine Rergion auf tausende Jahre unbewohnbar. Somit halten sich die Auswirkungen-dieses absolut vermeidbaren Ereignisses-in überschaubaren Grenzen.
        Das ist im Übrigen keine Relativierung, sondern eine nüchterne Betrachtung der Ereignisse. Es ist im Übrigen interessant, dass man an die Kernkraft andere Ansprüche als an ander Industrien stellt. Fordern sie das Selbe für die Chemische Industrie? Oder für die Erneuerbare? Gerad im Namen letzgenannter wird massiv Lebensraum zerstört. Ganz besonders dort, wo es die Presse nicht mitteilt. Schauen sie nach China in die Abbaugebiete der seltenen Erden für die Windkraft oder in das Umfeld der PV-Fabriken.

        „„Man kann das nicht auf Neckarwestheim übertragen, da so ein Unfall wie in Fuksuhima bereits durch die Auslegung der Anlage ausgeschlossen ist.“

        Sorry, aber man kann keine Unfälle ausschließen. Man kann die Eintrittswahrscheinlichkeit senken oder die maximal mögliche Schadenshöhe einschränken, aber man kann es nicht auf Null absenken. Wenn man versucht zu kommunizieren, dass bestimmte Unfälle perse nicht stattfinden können, macht man dieselben Fehler wie in der Blütezeit der Kerntechnologie. Man gaukelt den Leuten eine absolute Sicherheit vor, die es nicht geben kann und das Vertrauen ist sofort zerstört, sobald es einen schweren Unfall gibt. Aus meiner Sicht brauchen wir Technologien, die fehlertolerant sind und ganz wichtig, man muss es auch so kommunizieren.“

        Man kann für Deutsche Anlagen ein Ereignis, welches zu so einer Aktivitaetsfreisetzung wie in Fukushima führt, ausschliessen.
        Wäre das nicht so, wären die Deutschen KKW nicht genehmigungsfähig gemäss dem AtG. Wenn sie dem widersprechen Herr Hader müssen sie schon eine Erklärung liefern…..

        Btw:Gerade KKW sind in einem Höchstmass Fehlertolerant. das Konzept heisst hier „Defence in Depth“.

        • Sehr geehrter Herr Reelfs, ich habe versucht, die Sichtweise der „normalen“ Bevölkerung rüberzubringen. Man muss diese Ansichten nicht teilen. Sie mögen es vielleicht auch unfair finden, dass man sich da immer auf die Kernkraft einschießt (vermutlich auch zu Unrecht). Bei der chemischen Industrie muss man schon sagen, dass da auch eine gewisse kritische Grundstimmung in der Bevölkerung herrscht. Die Sicherheitsstandards sind in dem Bereich aber gestiegen, und was beim Image auch nicht unwesentlich ist, es gab in den letzten 20 Jahren kaum noch schwere Unfälle in unseren Breiten. Der Landschaftsverbrauch der Windenergie ist nicht unerheblich, aber es ist qualitativ schon ein Unterschied, ob man etwas zum absoluten Sperrgebiet erklären muss, oder ob WKAs zum normalen Landschaftsbild gehören, wo man das umliegende Land weiterhin wirtschaftlich nutzen kann.

          Sie halten den Schaden in Fukushima in überschaubaren Grenzen. Ein großer Teil der Bevölkerung sieht das eben anders (ich ebenfalls). Es ist ein Schaden, den man sich in unseren Breiten nicht wünscht. Sie mögen sich persönlich mit Ihrer Sichtweise im Recht fühlen, aber was nützt das, wenn Sie nicht die Menschen überzeugen können?

          Ich muss Ihnen übrigens im Grundsatz widersprechen, Sicherheitsbetrachtungen generell von gefahrbringen Anlagen egal welcher Art beruhen nicht darauf, dass man deren Unfall prinzipiell ausschließt, sondern mit definierten Ausfallwahrscheinlichkeiten angibt. Soweit ich weiß, gelten für Komponenten von Atomkraftanlagen das Sicherheits-Integritätslevel SIL-4. Die zulässigen Ausfallwahrscheinlichkeiten sind äußerst gering, aber eben nicht Null. Anders ließe sich eine solche Anlage nicht abnehmen. Eine solche Abnahme erfolgt auch nicht direkt über das Gesetz, sondern über technische Normen, die man aus Gesetzen der EU und des Landes ableitet. Aber ich will jetzt keinen Fachvortrag halten ^^, wer im Anlagen- oder Maschinenbau arbeitet, kann da sicher fachbezogener Auskunft geben.

          • – Status: unparteiisch –

            „Der Landschaftsverbrauch der Windenergie ist nicht unerheblich, aber es ist qualitativ schon ein Unterschied, ob man etwas zum absoluten Sperrgebiet erklären muss, oder ob WKAs zum normalen Landschaftsbild gehören, wo man das umliegende Land weiterhin wirtschaftlich nutzen kann.“

            Man könnte ihre Aussage als rhetorisch gut umgesetzt bezeichnen; ändert aber nichts an den fehlenden Vollständigkeit.

            Zwar muss man zumindest für Menschen keine Speergebiete einrichten oder Systeme installieren, damit diese nicht direkt zu Schaden kommen, aber es gibt erhebliche Probleme mit dieser Technologie.

            ➥ Emissionen – Es wäre im Grunde sehr einfach die Abgabe von Tieftönen und Infraschall durch eine Nachrüstung entscheidend zu reduzieren und zusätzlich die Effizienz der Anlagen zu steigern, jedoch macht dies im Nachhinein niemand. Einer der Gründe ist sehr wahrscheinlich, dass somit diese Anlagen grundlegend unwirtschaftlich werden – trotz Fördergeldern.

            Aus politischer Sicht behauptet man immer, dass es keine Auswirkungen auf den Menschen durch diese Emissionen gibt und folglich keine Umrüstung stattfinden muss; dies ist aber falsch! Einerseits weiß man bereits seit vielen Jahren über die Auswirkungen des Schalls bescheid und auf der Anderen gibt es immer mehr Bestätigungen, dass die Werte über den Vorgaben liegen. Um dies zu untermauern wurden sehr viele Messungen durchgeführt.

            Ob nun 20 Prozent der Bevölkerung aus physikalischen Gründen davon betroffen sind, kann man mal beiseite schieben. Tatsache ist jedoch, dass eine Technologie von Vielen akzeptiert wird, die über einen längeren Zeitraum physische Schäden bei dem Einen und Anderen verursacht. Zu beachten ist hierbei, dass die meisten Befürworter der Windparks aus physikalischen Gründen nicht betroffen sind oder nicht in der Nähe solcher Anlagen wohnen.

            Wenn sie nun denken: „solange es nur den Menschen betrifft, der kann schließlich wegziehen!“ Es betrifft auch die Nutz-, Wild- und Haustiere. Genauso werden sehr viele Flugtiere hiermit bedroht oder gar getötet, da sie die Gefahr der Rotorblätter nicht erkennt, soweit die Rotationsgeschwindigkeit der Anlagen gering ist – folglich wird auch mal ein Vogel in der Luft zerfetzt.

            PS: Warum verbinden sie ein Kernkraftwerk immer mit dem zwanghaften eintreten einer Knallgasexplosion?

          • Lieber Herr Hader,

            wenn wir hier diskutieren wollen und nicht einfach unbelegbare Meinung kommunizieren ist es essentiell, sich mit den Grundlagen zu befassen.

            Googlen sie bitte was „Defence in Depth“ besagt und wie sich somit der Einzelfehler auf die Sicherheit auswirkt. Das wird vieles verständlich machen.
            Btw:In den letzten 20Jahren forderten Unfälle in Chemieanlagen mehr Tote als die Kernkraft. Fukushima steht bei 0 Toten.

  3. Erst mal ein dickes Lob für den Blog hier. Bravo.
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    Zum Thema………

    Was mich an der ganzen Sache „Energiewende“ stört, das ist vor allem auch …..das man die Dinge nicht mehr beim Namen nennen darf.
    Ideologie vernebelt den Verstand, in Deutschland ganz besonders.

    Es gibt nämlich ein Problem das wichtiger wäre……

    …..die Bevölkerung.

    Deutschlands Bevölkerung wie auch die der anderen europäischen Länder ist im Sinken begriffen, was eigentlich die beste Problemlösung überhaupt wäre. Wölfe, Bären und ein Eigenheim für jeden, …..kein Problem, wenn wir nur dem Lauf der Dinge die Zeit geben würden um sie geschehen zu lassen.

    Eine Schweiz, ich bin Schweizer, mit nur 4 oder gar 2 Millionen Einwohnern, also für mich eine paradiesische Vorstellung.
    Und, sie löst alle Probleme die wir haben, ….. und zwar langfristig.

    Kernenergie sollte man dann aber trotzdem beibehalten und dabei auf die neuen Reaktortypen setzen. Die Menschheit sollte ihre Ressourcen vorsichtig bewirtschaften, auch solche wie Kohle.
    —————————————————————————————-

    Aber was tun wir in der Realität……

    Wir ersetzen die Abgänge und „fehlenden“ Geburten im Moment gerade durch illegale Migranten und reden davon das sie nötig seien um dereinst unsere Pensionsansprüche zu erfüllen.

    Nicht nur, das diese Zuwanderer das auf Jahrzehnte nicht werden tun können, nein, sie vernichten auch den positiven Effekt der Bevölkerungs-Schrumpfung.
    Natürlich werden Milliarden in den Kassen fehlen, aber wäre es eine Erde mit mehr intakter Natur und mehr Individualität nicht Wert diesen Weg zu gehen, auch dann wenn er überaus schmerzhaft ist ?

    Wenn wir Migranten aus Afrika aufnehmen, so lindern wir den Druck der dort in jenen Ländern herrscht, das führt aber eben auch dazu, dass die Potentaten die dort meist regieren, das Problem der Bevölkerungsexplosion und Entwicklung vor sich herschieben, anstatt es anzupacken.
    Die Staatswerdung wird vernachlässigt weil die Krisen mit unserem Geld zugedeckt werden.

    Heute hat Afrika 1.2 Milliarden Menschen, geht es so weiter wie bislang, werden es bis zum Jahr 2100 …… 4 Milliarden sein. Egal ob diese Prognose zutrifft, nur schon 2 Milliarden sind zu viel, wenn man 1.2 schon nicht versorgen kann.

    Wir Europäer beschäftigen uns mit Luxusproblemen wie der Energiewende und verschlimmern alles nur noch, sollten uns jedoch mit dem Bevölkerungswachstum beschäftigen, denn dort liegt die langfristig einzig nachhaltige Lösung.

    Ich habe in der Schulzeit das Buch des „Club of Rome“ gelesen, es heisst „Global 2000“.
    Ja ich weiss, es wird heute viel geschmäht, zu Unrecht denke ich.

    Natürlich, die alarmierenden Prognosen wann unsere Rohstoffe zur Neige gehen, die sind allesamt nicht eingetroffen.

    Trotzdem, 100 Jahre spielen in der Erdgeschichte keinerlei Rolle.
    Das Problem das wir die Ressourcen irgendwann aufbrauchen, das bleibt bestehen.
    Darum ist Kernenergie etwas sehr nützliches für die Menschen, denn sie verbraucht wenig Ressourcen und wird Zukünftig noch weniger von diesen benötigen.

    Aber eben, wenn wir derart explosionsartig wachsen ……

    ……..ist das alles umsonst.

  4. Sehr geehrter Markus Münch und geehrter Rainer Reelfs,

    zur besseren Übersicht fasse ich meine Antworten in einen Beitrag zusammen.

    @Markus Münch: „PS: Warum verbinden sie ein Kernkraftwerk immer mit dem zwanghaften eintreten einer Knallgasexplosion?“

    Ich wüsste nicht, dass ich das getan habe. Es war auch nirgendwo die Rede von dem zwanghaften Eintreten eines Ereignisse. Zumindest sollte es so nicht rüberkommen. Wir sprachen von den Vorkommnissen in Fukushima. Dort fanden Knallgasexplosionen, ja. Es gibt aber auch noch andere gefahrbringende Unfälle, die in einem Kernkraftwerk passieren können.

    Ich will im Detail auch nicht widersprechen oder zustimmen, was Sie über die anderen Technologien geschrieben haben (das gilt auch an Herrn Reelfs). Es ging in meinem Beitrag darum, darzustellen, warum die breite Bevölkerung Befürchtungen gegenüber der Kernkraft nach Fukushima hat. Ob diese Befürchtungen objektiv berechtigt sind oder nicht, darüber kann man trefflich streiten. Man sollte die Argumentation aber zumindest zur Kenntnis nehmen, weil die Weiterführung dieser Technologie auch eine politische Entscheidung ist und man auf die Bedenken breiter Bevölkerungsschichten eingehen sollte.

    Und was mir auch wichtig ist, dass hier keine Mythenbildung über Reaktor- bzw. Anlagensicherheit entsteht. Es gibt keine absolute 100%ige Sicherheit und man kann auch keine Unfälle ausschließen. Ausfälle werden in technischen Normen immer mit Wahrscheinlichkeiten größer Null angegeben. Leider wird das in der Öffentlichkeit immer noch falsch dargestellt und kommuniziert. Ich bedauere das.

    @Rainer Reelfs: „Können sie ihre Aussagen bitte präzisieren?“

    Ich bin gerne bereit, auf konkrete Rückfragen konkrete Rückantworten zu geben. Haben Sie aber bitte Verständnis, dass ich aufgrund einer unspezifischen Frage meinen gesamten Beitrag nicht komplett umformulieren werde. Unserer beider Zeitressourcen sind begrenzt, mit konkreten Fragen lässt sich einfacher kommunizieren.

    Danke für den Hinweis auf „Defence in Depth“. Habe mich in knapper Zeit etwas eingelesen können, aber sicher nicht ausreichend. Die Frage ist natürlich, wie viel davon konkret in Sicherheitskonzepten von bestehen Kernkraftanlagen steckt.

    • „Ich bin gerne bereit, auf konkrete Rückfragen konkrete Rückantworten zu geben. Haben Sie aber bitte Verständnis, dass ich aufgrund einer unspezifischen Frage meinen gesamten Beitrag nicht komplett umformulieren werde.“

      ➥ Er bezog sich sehr wahrscheinlich auf diese ihrer Aussagen: „Wenn Reaktorsicherheit so einfach wäre, dann hätte man kaum Probleme.“ Denn es geht schließlich bei dem stetigen Austausch überwiegend um die Sicherheit der Kernkraft. Eigentlich geht es immer nur um dieses Thema. Ständig! Ununterbrochen! Nie endend!

      „Ich wüsste nicht, dass ich das getan habe. Es war auch nirgendwo die Rede von dem zwanghaften Eintreten eines Ereignisse. Zumindest sollte es so nicht rüberkommen. Wir sprachen von den Vorkommnissen in Fukushima. Dort fanden Knallgasexplosionen, ja. Es gibt aber auch noch andere gefahrbringende Unfälle, die in einem Kernkraftwerk passieren können.“

      ➥ In der Tat kann es auch zu anderen Arten von Unfällen kommen. Aber man muss hierbei auch immer einen „Größtmöglich annehmbaren Unfall“ (GAU, interner Unfall) von einem „Expandierenden Unfall“ (EU) unterscheiden. Wenn zum Beispiel im Falle einer Kernschmelze, sich das geschmolzene Material Richtung Boden bewegt, anstatt in einem Kernfänger sammelt – der erst in modernen Kernkraftwerken vorliegt, ist dies natürlich auch eine Herausforderung, aber noch kein Problem. Man muss also einen wirtschaftlichen, immer von einem Umweltschaden, unterscheiden. Dies bedeutet aber nicht, dass man solch ein Szenario als harmlos interpretieren sollte.

      „Es ging in meinem Beitrag darum, darzustellen, warum die breite Bevölkerung Befürchtungen gegenüber der Kernkraft nach Fukushima hat. Ob diese Befürchtungen objektiv berechtigt sind oder nicht, darüber kann man trefflich streiten. Man sollte die Argumentation aber zumindest zur Kenntnis nehmen, weil die Weiterführung dieser Technologie auch eine politische Entscheidung ist und man auf die Bedenken breiter Bevölkerungsschichten eingehen sollte.“

      ➥ „Die Gründe der Sorgen finden sich in der mangelnden Aufklärung wie auch systematisch inszenierter Propaganda für rationale Zwecke der Parteien, und nicht in einer objektiven Sichtweise.“ Nichtsdestotrotz sind hier sehr vielen die Bedenken der unwissenden beziehungsweise unaufgeklärten Bevölkerung sehr wichtig. Nach einer Aufklärung muss auch keiner plötzlich für die Kernenergie sein; aber jeder sollte „sachliche Gründe“ äußern können.

      Davon abgesehen, ist davon auszugehen, dass Frau Dr. Angela Merkel – eine Physikerin – nicht aus persönlicher Überzeugung den Austritt der Kernenergie eingeleitet hat, sondern, weil eine andere Entscheidung ihr politisches Ende hervorgerufen hätte. Zusammen mit dem Missverständnis in der deutschen Bevölkerung bezüglich des Bürgerkrieges in der Ukraine und der Unmengen an Flüchtlingen aus Syrien wie auch den angrenzenden Ländern, wäre spätestens jetzt das Ende ihrer Kanzlerschaft garantiert. Mal unter uns: „Versuchen sie mal gegen einen Billionen Euro schweren Markt – dem Klimaschutz – und gegen die Partei Bündnis 90/Die Grünen anzukommen – besonders, wenn jeder daran glaubt.“ (Im weiteren Verlauf wird dies nochmals verdeutlicht)

      Wussten sie eigentlich, dass es „Die Grünen“ auch in Japan gibt, und das ganze Land mit Erneuerbaren Energien versorgen möchte, zuzüglich eines Ausstiegs aus den fossilen und nuklearen Energieträgern? Die realitätsfernen Politiker gibt es also auch in Fernost. Natürlich arbeiten die deutsche und japanische Schwesterpartei zusammen.

      „Es ging in meinem Beitrag darum, darzustellen, warum die breite Bevölkerung Befürchtungen gegenüber der Kernkraft nach Fukushima hat.“

      ➥ Befürchtungen? Wie sollte ein rational denkender Mensch überhaupt überblicken, was passiert ist? Durch die Vorfälle von Tschernobyl und der Präfektur Fukushima sind Unfälle passiert, die für Experten vor Ort immer vorhersehbar waren. Nun hat Deutschland aber nichts mit diesen Kernkraftwerken zu tun – in technologischer und aus Sicht der Verantwortung. Obwohl sich die deutschen Kernkraftwerke erheblich von diesen unterscheiden, hat man die Vernachlässigung und Verantwortungslosigkeit auf alle anderen projiziert – sprich: „alle Kernkraftwerke dieser Welt sind ab Heute gefährlich!“ Exakt dasselbe stellen wir beim Terrorismus fest. Es passiert etwas – ein Anschlag – und plötzlich sehen sich alle als Opfer, haben aber den Hintergrund dieser Tat noch nicht verstanden. Die Ursache war jedoch dieselbe wie bei den Kernkraftwerken! Es gab nur einen Unterschied: Bei den Kraftwerken hat man es mit einer Vernachlässigung und einem verantwortungslosen Umgang in „Technischer Sicht“ zu tun. Beim Terrorismus (fälschlicherweise grundlegend als Bösen eingestuft), haben wird es wiederum mit einer Vernachlässigung und einem verantwortungslosen Umgang in „Sozialer Sicht“ zu tun. Sie merken keine Unterschied? Es gibt auch keinen! Der Ursprung und das Ergebnis sind immer die Selben.

      Immerhin sind wir nun wieder beim „Ursprünglichen Punkt“ angekommen, dem sie auch zustimmen: „Es muss nicht eintreten, aber es kann – schließlich hängt auch sehr vieles von einem selbst ab, beziehungsweise wie man mit einer Situation umgeht. Beugt man einer Katastrophe mithilfe eines größeren Aufwands vor? Oder macht man weiter wie bisher?“ Hätte man zum Beispiel vor dem Anschlag „Charlie Hebdo’s“ diese Einrichtung diszipliniert, dann wäre dies nie passiert. Wäre man hingegen in Okuma den Bedenken der Sicherheitsexperten nachgegangen, wäre auch nichts verheerendes passiert. Dementsprechend sollte auch verständlich sein, dass man einen früheren Zustand der Kernkraftwerke nicht mit der heutigen veränderten vergleichen kann. Lesen sie hierfür lediglich die letzte Seite aus diesem Dokument (http://goo.gl/DUHK9l) des Nuklearforum Schweiz.

      • Hallo Herr Münch, Sie schreiben zuletzt: „Dementsprechend sollte auch verständlich sein, dass man einen früheren Zustand der Kernkraftwerke nicht mit der heutigen veränderten vergleichen kann. Lesen sie hierfür lediglich die letzte Seite aus diesem Dokument (http://goo.gl/DUHK9l) des Nuklearforum Schweiz.“

        Ich finde das einen sehr wichtigen Hinweis. Die Schweizer Bemühungen zeigen ja sehr eindrucksvoll, dass die Sicherheitskonzepte immer wieder überarbeitet werden und man Milliarden Euro in die Hand nimmt, um diese auch umzusetzen. Selbst Fukushima hat man zum Anlass genommen, die eigenen Konzepte nochmal zu überprüfen. Man sagt auch ganz offen, dass die Siedewasserreaktoren in Fukushima vergleichbar mit denen in der Schweiz sind. Ich finde das, was die Schweiz macht, ist vorbildlich.

        Was mich ehrlich gesagt an der Diskussion gestört hat, waren Aussagen, dass deutsche Anlagen deshalb sicher sind, weil sie anders als die japanischen aufgebaut sind. Vielleicht war es nicht die Absicht der Autoren, dass so rüberzubringen. Sicherheit ist keine stationäre Größe und die Anforderungen steigen mit den Jahren immer mehr an. Wir sollten wirklich froh sein, dass wir in Ländern leben, die sich diese gestiegenen Sicherheitsanforderungen leisten können und wir nicht aus ökonomischen Gründen oder Kurzsichtigkeit darauf verzichten.

      • ➥ zum 2 von 3 Absätzen: Auch in Deutschland wurden die Kernkraftwerke bereits sehr früh in sicherheitsrelevanten Bereichen nachgerüstet und weiterhin optimiert. Dies ist auch nicht verwunderlich, da die Kernkraftwerke aus den 70. noch Verbesserungspotenzial hatten. Im Anschluss fanden die daraus entstandenen Erkenntnisse und Entwicklungen auch in neu entwickelten Modellen ihr zuhause. Über die Jahre hinweg wurde aber auch immer wieder eine Steigerung der Effizienz durch fortschrittlichere Dampfturbinen und Generatoren erreicht. Das tolle ist nun, dass sich mit den zukünftigen Technologien die Leistung eines Kernkraftwerks aus den 70. weiter steigern lässt. Mit einem von Grund auf neu entwickelten Kraftwerk ist es jedoch nicht vergleichbar.

        Fukushima Daiichi, Okuma, Japan:
        https://www.youtube.com/watch?v=JMaEjEWL6PU

        ➦ Informationsquellen:

        Die Sicherheit in Gundremmingen im Vergleich zu Fukushima:
        http://www.kkw-gundremmingen.de/fakten.php

        Sicherheitseinrichtungen und Ablauf des Brennelementwechsels in Gundremmingen:
        http://www.kkw-gundremmingen.de/video.php?part=4

        Unterschiede zwischen Fukushima Daiichi und deutschen Kernkraftwerken:
        http://www.kernenergie.de/kernenergie-wAssets/docs/service/024reaktorunfall_fukushima.pdf
        „Ab der neunten Seite werden die Unterschiede erläutert.“

        Bericht über den Verlauf in Okuma bei den Kraftwerken Fukushima Daiichi 1-6
        http://www.dasdossier.de/magazin/wirtschaft/ressourcen-energie/24-stunden-in-fukushima

  5. Die Deutschen KKWs sind anders, als die Reaktoren in Fukushima. Die Fukushima Reaktoren sind Lizenzen von General Electric. Die Deutschen Siedewasserreaktoren dagegen Anlagen, die von AEG und KWU (basierend auf dem ursprgl. GE-Konzept) komplett andere Merkmale in Bezug auf Notfallschutz, Auslegung externer Ereignisse und Redundanz der Sicherheitssysteme aufweisen.
    Insofern Sören Hader ist die Aussage mit dem „Unterschied“ richtig.

  6. Ich habe den kompletten Blog gelesen und bin über die Argumentationslinie von Hn. Hader nicht so überrascht. Das ist doch die Linie, die Menschen verfolgen weil sie entgegen jeder sachlichen Logik etwas nicht wollen. Da wird auf die Ängste der Allgemeinheit verwiesen und alle möglichen Informationen werden gebeugt, damit es sich am Ende wie gewünscht zusammen fügt.
    Wir leben in einer höchst technisierten Wohlstandsgesellschaft mit vielen Segnungen aber auch Risiken.
    Eine Annahm: Der Mensch in der fernen Savanne, fern jeder Zivilisation und jeden Atomreaktors, jeden Krankenhauses, jeden Straßenverkehrs und jedes krebserregenden Nahrungs- und Genußmittels, ist einem Lebensrisiko x ausgesetzt.
    Der Mensch in der oben angesprochenen höchst technisierten Wohlstandsgesellschaft ist den uns bekannten Lebensrisiken y ausgesetzt und wird damit rund doppelt so alt wie der Naturmensch.
    Das ist es aber nicht was ich ausdrücken möchte. Ich möchte nur in die Diskussion einbringen, die bekannten Risiken zu werten und dann das Atomkraftrisiko entsprechend seiner realen Bedeutung einzuordnen.
    Dass dies nicht passiert haben wir Menschen wie Hn. Hader zu verdanken.
    Mit seiner Denke dürfte er z.Bsp. nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.

    • „Ich möchte nur in die Diskussion einbringen, die bekannten Risiken zu werten und dann das Atomkraftrisiko entsprechend seiner realen Bedeutung einzuordnen.
      Dass dies nicht passiert haben wir Menschen wie Hn. Hader zu verdanken.“

      Sehr geehrter Herr Alois Tost, das ist jetzt wirklich zu viel der Ehre. Weder habe ich bei der politischen Entscheidung über die Kernkraft mitgewirkt, noch bestimme ich die öffentliche Debatte. 😉 Aber es ist schmeichelhaft, dass mir das evtl. zutrauen.

      „Mit seiner Denke dürfte er z.Bsp. nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.“

      Als Eigentümer meiner Denke sage ich, in Abwägung von Vor- und Nachteilen und Betrachtung der Alternativen nehme ich am Straßenverkehr teil, wenn auch meistens passiv. Herr Tost, ich glaube Sie übersehen eine Sache, ich habe mich nicht explizit für oder gegen Kernkraft geäußert. Mehr noch, ich selbst habe mich nicht mal dafür entschieden, ob ich nun dafür oder dagegen bin. Weil ich denke, dass genau daran die meisten Diskussionen kranken, dass die Teilnehmer sich zuerst vorfestlegen, ob sie nun PRO oder CONTRA sind und DANN erst anfangen, die entsprechenden Argumente zu sammeln, die dann genau in dieses Schema passen. Wenn man für sich persönlich Entscheidungen treffen muss, dann wäre das eine schlechte Strategie, wenn man erst hinterher die Gründe für seine Entscheidung zusammensucht.

      Sie sagen es selbst, man muss die Risiken werten und die Technologie in Bezug zu seiner Bedeutung setzen. Kernkraft wird es in 20, 50 und 100 Jahren weltweit weiterhin geben und das auch aus guten Gründen. Aber die Kernkraft hat ihre Stärken und Schwächen und letztlich ist es eine politische und keine technische Entscheidung, ob so eine Technologie in einem bestimmten Land erlaubt wird oder nicht. Was ich aber nicht verstehe ist, warum so viele reine Kernkraft-Befürworter (und hier schreiben ja viele mit) immer wieder auf die Karte „Laufzeitverlängerung von Altanlagen“ setzen wollen. Auf nichts anderes wäre es 2011 hinausgelaufen, wenn Fukushima nicht passiert wäre. Es hätte maximal mittelfristig gewirkt, aber was hätte es langfristig gebracht? Wer kann es mir erklären?


    • – Alois Tost

      „Der Mensch in der oben angesprochenen höchst technisierten Wohlstandsgesellschaft ist den uns bekannten Lebensrisiken y ausgesetzt und wird damit rund doppelt so alt wie der Naturmensch.“

      ➥ Hierbei handelt es sich lediglich um Durchschnittswerte, die einer mathematischen Formel unterliegen. Aber scheinbar ist es heutzutage sehr schwer dies zu erwähnen.

      „Das ist doch die Linie, die Menschen verfolgen weil sie entgegen jeder sachlichen Logik etwas nicht wollen. Da wird auf die Ängste der Allgemeinheit verwiesen und alle möglichen Informationen werden gebeugt, damit es sich am Ende wie gewünscht zusammen fügt.“

      ➥ Es war lediglich Unwissenheit zu erkennen und dass die Bedenken der Bevölkerung genannt wurden. Ein parteiorientiertes Verhalten konnte nicht festgestellt werden. Man muss auch ganz klar erwähnen, dass Jeder das Recht hat seine Bedenken und Zweifel zu nennen. Genauso, wie die andere Seite das Recht hat, auf diese sachlich einzugehen.


      – Sören Hader

      „Aber die Kernkraft hat ihre Stärken und Schwächen …“

      ➥ Dies kommt sehr stark auf die verwendete Technologie an. Hierfür braucht man lediglich den Kugelhaufenreaktor aus Deutschland – heute aus China, betrachten. Alle anderen Reaktoren der 4. Generation sind genausowenig mit denen der 2. Generation vergleichbar, da sie passive Not- und Kühlsysteme verwenden.

      „Was ich aber nicht verstehe ist, warum so viele reine Kernkraft-Befürworter (…) immer wieder auf die Karte „Laufzeitverlängerung von Altanlagen“ setzen wollen.“

      ➥ Solange diese den Ansprüchen der Sicherheit genügen, sollte auch nichts dagegen sprechen. Deutschland hingegen lediglich mit Erneuerbaren Energie zu versorgen ist sehr unüberlegt und verantwortungslos – jeder Experte kennt die Probleme zwischen Januar und Februar bezüglich der Versorgungssicherheit. Aber auch die extremen Schwankungen im Energienetz sind bedenklich.

      „[…] „Laufzeitverlängerung […]. Auf nichts anderes wäre es 2011 hinausgelaufen, wenn Fukushima nicht passiert wäre. Es hätte maximal mittelfristig gewirkt, aber was hätte es langfristig gebracht? Wer kann es mir erklären?“

      ➥ Immerhin hätte man sich für die Energiewende, wofür die Konzepte bereits seit einigen Jahrzehnten vorliegen, mehr Zeit genommen. Wussten sie eigentlich schon, dass der Einsatz von Fernwärmespeichern bei Kohlekraftwerken auch zur Energiewende gehören?

  7. Lieber Herr Hader,

    „Was ich aber nicht verstehe ist, warum so viele reine Kernkraft-Befürworter (und hier schreiben ja viele mit) immer wieder auf die Karte „Laufzeitverlängerung von Altanlagen“ setzen wollen. Auf nichts anderes wäre es 2011 hinausgelaufen, wenn Fukushima nicht passiert wäre. Es hätte maximal mittelfristig gewirkt, aber was hätte es langfristig gebracht? Wer kann es mir erklären?“

    Was es gebracht hätte? Zeit und wirtschaftlichen Nutzen. Warum soll man funktionierende und zuverlässige Technik, von der alle Vorteile haben, vor dem Ende der technischen Laufzeit von 40-60 Jahren ausser Betrieb nehmen?

    Im Endeffekt war die Laufzeitverlängerung dazu gedacht, Geldmittel und Zeit zu bekommen, um die sog. Brücke in die EEs zu erforschen und voranzutreiben. Nun haben wir keine Brücke, keine Zeit und kein Geld.

    Mittelfristig wird auch Deutschland um den Bau neuer Kernkraftwerke nicht umhin kommen-wenn man wirklich ernsthaft CO2 reduzieren und den Status „Industriestandort“ halten will.

    • Sehr geehrter Rainer Reelfs, vielen Dank für Ihre Antwort.

      „Warum soll man funktionierende und zuverlässige Technik, von der alle Vorteile haben, vor dem Ende der technischen Laufzeit von 40-60 Jahren ausser Betrieb nehmen?“

      Okay, zwei mögliche(!) Antworten:
      * ein Grund die technische Laufzeit nicht voll auszureizen, könnte sein, Platz für eine neue Generation an KKWs zu schaffen. Eine technische Lösung zeitlich auszureizen, bremst das Innovationspotential erheblich aus. Die großen Firmen hätten keinen Anreiz, frühzeitig in neue Kernkraftentwicklungen zu investieren, weil man den gut laufenden Anlagen keine Konkurrenz machen will. Man stelle sich mal vor, alle Menschen würden ihre Autos auch bis zur maximal technischen Laufzeit betreiben und nur dann ein neues kaufen, wenn man das Alte wirklich nicht mehr reparieren und aufrüsten kann. Wo würde die Autoindustrie dann stehen?
      * ob die technische Laufzeit tatsächlich maximal 60 Jahre beträgt, ist nicht wirklich geklärt. Man hat in den Industriestaaten in den 70er und 80er Jahren eine Reihe von Anlagen gebaut und in Betrieb genommen, aber Erfahrungswerte über deren machbaren Laufzeiten lagen nicht vor. Einige gingen aus technischen Gründen nie in Betrieb oder wurden nach wenigen Jahren wieder eingestellt. In Frankreich zum Beispiel werden Genehmigungen für den Betrieb von KKWs immer nur für 5 Jahre erweitert.

      Wie ich schon weiter oben schrieb, mit einer Laufzeitverlängerung hätte man kurz- bis mittelfristig vieles einfacher gehabt, inklusive geringere CO2-Emissionen. Mir fehlt da aber die Langzeitperspektive. Zu sagen, dass man neue KKW in Deutschland bauen soll, ist ja gut und schön. Aber das Spannende ist doch, auf welcher technologischen Grundlage und welchen Konzepten diese Neuanlagen basieren.

      • Sören Hader ihre erste Aussage bezgl. Weiterentwicklung enbehrt der Grundlage der Realität. Es gibt genug neue innovatie Reaktorlinien. Diese werden auch gebaut-im Ausland (AP1000, WWER-1200 AES2006, EPR,ESBWR usw…). In Deutschland bremst man so etwas natürlich politisch.

        Die zweite Aussage ist auch der Realitaet widersprechend: Natürlich weiss man, ob man einen Kernreaktor 60 Jahre in Betrieb lassen kann. Dafür gibt es ein sog. Alterungsmangement, welches genau dies überwacht. Das reglementierende Bauteil ist der Druckbehälter, und der wird genau hierauf überwacht.

        40Jahre war am Anfang eine berechntete, konservative Annahme. Mitlerweile weiss man, dass 60Jahre+ kein Problem darstellen-wenn man die Anlage entsprechend weiterentwickelt.

        • Sehr geehrter Herr Reelfs, Sie sagen es selbst, neue Reaktorlinien befinden sich (größtenteils) im Bau. Es wird noch sehr lange dauern, bis sie einen nennenswerten Anteil in der Stromproduktion erreichen und Altanlagen ersetzen können. An den EPR in Europa baut man schon seit fast 10 Jahren. Ich bin da verhalten optimistisch über den Erfolg der neuen Reaktorlinien. Aus meiner Sicht (kann man auch anders sehen), hätte man damit weltweit 1-2 Jahrzehnte früher anfangen können.

          Die meisten europäischen KKWs sind für mindestens 40 Jahre ausgelegt (Quelle: http://www.swissnuclear.ch/de/lebensdauer-sicherheitsrelevanter-komponenten-_content—1–1055–187.html). In den USA vergibt man eine Erstlizenz für 40 Jahre. Will man die technische Laufzeit auf 60 Jahre verlängern, bedarf es einiger Anstrengungen, aber ist nicht garantiert. Deshalb halte ich die Einschätzung „Mitlerweile weiss man, dass 60Jahre+ kein Problem darstellen-wenn man die Anlage entsprechend weiterentwickelt.“ für eine Spur zu optimistisch. Aber ich stelle nochmal die These auf, auf das Pferd „maximale Ausreizung der Laufzeit“ zu setzen, ist äußerst innovationsfeindlich. Wenn Stromkonzerne genau diese Strategie fahren und irgendwann merken, dass sie der Entwicklung hinterherlaufen, ist das kein Wunder.

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